...und alle anderen machen es nach. In der städtischen Jubelpostille wien.at wird jetzt auf die "Wiener Herbst Senioren Messe" und den "Generationen Aktiv Park" in Kagran hingewiesen: Gerade Senioren fragen sich mit Recht, wo da der gute alte Bindestriche geblieben ist. Faktum ist: Es handelt sich um einen weit verbreiteten Missstand, der vor allem darauf zurückzuführen ist, dass bei Schriftzügen die Grafiker das Sagen haben. Und die haben keine Freude mit Bindestrichen - also lassen sie die lästigen Dinger einfach weg.
Die Vermeidung von Bindestrichen mag wohl bei einem Logo (Wort-/Bildmarke) gerade noch zulässig sein, nicht aber in einem (Fließ)text. Während bei Logos die Zusammengehörigkeit von Teilbegriffen mit grafischen Mitteln auf den ersten Blick erkennbar ist, muss das im redaktionellen Bereich der Bindestrich leisten.
Werber sind eben Bindestrich-Muffel ("Wohn Bau sparen", "Berger Mehr Zweck Hallen", „Mega Schenk und Spar Wochen“...). Sie halten sich nicht wie alle renommierten Verlagshäuser an maßgebliche Regelwerke wie Duden oder Österreichisches Wörterbuch, sie ignorieren die Germanistischen Institute der Unis und erfinden einfach ihre eigene Werbesprache. Sollen wirklich Werbetexter, Grafiker und Schildermaler vorgeben, wie g’standene Redakteure und ausgebildete Setzer zu schreiben haben?
Freitag, 3. Oktober 2008
Dienstag, 30. September 2008
Nazi-Aufmacher Profil
Leserbrief an die U-Bahn-Zeitung Heute
Danke, Herr Chefredakteur, für diese Klarstellung! Fast 1,3 Millionen haben FPÖ und BZÖ gewählt. Ein Großteil wohl, weil sie ganz reale Erfahrungen gemacht haben (Raub, Einbruch, Körperverletzung, Diebstahl...) oder nicht zuletzt in Heute darüber informiert wurden. Und weil sie einfach die ständige Verharmlosung der Fakten durch die Großparteien satt haben. - Das partielle Gratisblatt ÖSTERREICH hat auch noch nicht erkannt, was wirklich los ist: Herausgeber Fellner beschimpft FPÖ und BZÖ als "Parteien, die keiner in der Regierung haben will" und sieht bei einer Regierungsbeteiligung "das Land im Strache-Chaos (Rauchbomben, Randale, Wehrsportfotos inklusive) versinken".
Danke, Herr Chefredakteur, für diese Klarstellung! Fast 1,3 Millionen haben FPÖ und BZÖ gewählt. Ein Großteil wohl, weil sie ganz reale Erfahrungen gemacht haben (Raub, Einbruch, Körperverletzung, Diebstahl...) oder nicht zuletzt in Heute darüber informiert wurden. Und weil sie einfach die ständige Verharmlosung der Fakten durch die Großparteien satt haben. - Das partielle Gratisblatt ÖSTERREICH hat auch noch nicht erkannt, was wirklich los ist: Herausgeber Fellner beschimpft FPÖ und BZÖ als "Parteien, die keiner in der Regierung haben will" und sieht bei einer Regierungsbeteiligung "das Land im Strache-Chaos (Rauchbomben, Randale, Wehrsportfotos inklusive) versinken".
Wahl 08: Jugend wählt anders
Zwei Drittel der Salzburger Jugend wählten FPÖ oder BZÖ (Salzburger Nachrichten v. 30.9.08). Politikwissenschaftlerin Barbara Wicha führt das im SN-Interview auf einen Mangel an politischer Bildung zurück. Da müsse man schnell etwas tun. Wenn es für SPÖ und ÖVP so gut gelaufen wäre, hätte Mutmaßerin Wicha wohl keinen besonderen Handlungsbedarf gesehen. Nebenbei: Wie vermittelt man politische Bildung objektiv? Mit der typisch österreichischen Blödheit "Wählen ab 16" (weltweit nur in vier Staaten) wird die Parteipolitik in die Schulen getragen...
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