Donnerstag, 30. Oktober 2008

Kommunikations-Management gegen Krise

Alle Medien, die jetzt in großer Aufmachung über die Finanz- und Wirtschaftskrise berichten, die dadurch die latente Angst vor einer Katastrophe schüren, machen sich mitschuldig an der weiteren Entwicklung. Der weltweite Ausnahmezustand braucht ein weltweites Kommunikations-Management. Es muss - jetzt fünf nach zwölf - verhindert werden, dass Medien mit Hilfe der Krise Quote machen. Sachlichkeit und Mäßigung ist mehr gefragt denn je. Wenn das auf freiwilliger Basis nicht gelingt, sollten - wohl oder übel - Instrumente einer maßvollen Zensur überlegt werden.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Linke wittert Morgenluft

Der Ruf nach linken Wirtschaftssystemen wird lauter. Ideologen nützen die katastrophale Entwicklung auf den Finanzmärkten, um ihren krausen Vorstellungen mehr Sympathien zu verschaffen. Dabei wird allzu oft vergessen: Was die Linke über Jahrzehnte in Osteuropa angerichtet hat - davon haben sich die betroffenen Staaten bis heute nicht erholt. Wenn jetzt ein kleiner Teil des kapitalistischen Systems großen Schaden anrichtet, sollte man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Nur soziale Marktwirtschaft, soziale Finanzsysteme, verbunden mit einem hohen ethischen Anspruch, können in Zukunft ein Auseinanderbrechen der internationalen Wirtschaftsstrukturen verhindern...

Montag, 27. Oktober 2008

Warnung an Eltern: nicht lügen!

Weil die wohl vor allem PR-Zwecken dienende Umfrage ("Studie") eines Internetportals ergab, dass Eltern ihre Kinder bis zu 3000 Mal anschwindeln, fühlt sich eine "erfahrene Psychologin" aus Wien veranlasst, auf die schwer wiegenden Folgen hinzuweisen. Bewusst falsche Informationen wie "Das Christkind kommt nur zu artigen Kindern" oder "nur zu Kindern, die brav ins Bettchen gehen" sägten laut "Erziehungsexpertin" am Ast der Glaubwürdigkeit, was in weiterer Folge dazu führen könne, dass Kinder meinen, Lügen sei völlig in Ordnung. - Jetzt ist mir klar, warum mir meine drei Kinder die Geschichte vom Storch und den Bienen nie wirklich verziehen haben...

Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes

International News
20.10.2008
Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes entdeckt

In einem Gebiet südlich der Sahara gibt es eine Diabetes-Art, die offenbar durch Herpes-Viren mitverursacht wird. Dieser Diabetes verläuft besonders aggressiv und kann zu einer tödlichen Übersäuerung des Körpers führen.

Chicago - Eine besondere Form des Diabetes, die bei Menschen in Afrika südlich der Sahara auftritt, könnte durch Herpes mit ausgelöst werden. Darauf deuten Untersuchungen an Patienten mit einer Form von Diabetes hin, die mit einem häufigen Auftreten von Ketosen verknüpft ist. Die Ketose ist eine Folgeerscheinung unzureichender Kohlenhydratzufuhr und der dadurch verstärkten Produktion von Ketonen, die in extremen Fällen tödlich verlaufen kann. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler um Eugene Sobngwi vom Sant-Louis-Hospital in Paris im Fachmagazin “JAMA”.

Stresssituation in der Zelle

Die spezielle Form des Diabetes kommt nur südlich der Sahara vor und tritt dort häufig bei Menschen in Erscheinung, die Träger des Herpesvirus HHV-8 sind, also etwa 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung. In ihrer Studie konnten die Forscher bei 87 Prozent der Patienten mit dieser untypischen Diabetesvariante auch die HHV-8-Viren nachweisen. Das Virus könnte die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse direkt infizieren und dadurch die Produktion des lebenswichtigen Hormons stören, erklären die Forscher die mögliche Wechselwirkung zwischen Diabetes und Herpes. Eine solche Infektion der auch als Langerhansschen Inseln bezeichneten Zellhaufen beobachteten Forscher bis jetzt jedoch nur im Reagenzglas. Die Infektion könnte eine Stresssituation in der Zelle auslösen, wie sie schon bei einem verwandten Herpesvirusstamm beobachtet wurde. Besondere Kennzeichen dieser speziellen Diabetes-Variante sind ihr plötzliches Einsetzen, eine kurzfristig drastisch reduzierte Insulinproduktion und die Anhäufung sogenannter Ketonkörper. Ketone sind Stoffwechselprodukte, die bei Insulinmangel durch den Abbau von Fettreserven erzeugt werden. Diese Anhäufung von Ketonen in Gewebe und Körperflüssigkeiten kann zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes führen, die im schlimmsten Fall tödlich verläuft.

HH8 ist Krebsauslöser

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet diese Diabetesart bisher zum Typ-1-Diabetes Mellitus, der durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist. Der Beginn der Krankheit in höherem Alter und die genetische Veranlagung sprechen allerdings dafür, dass sie eher zum Typ 2 gehört, der auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin beruht. Um die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse genauer zu verstehen, müssten weitere Studien in größerem Ausmaß und mit anderen Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden, erklären die Wissenschaftler. Das HH8-Herpesvirus wurde erst 1994 von amerikanischen Virologen entdeckt. Es wird unter anderem dafür verantwortlich gemacht, Krebs auszulösen. (ddp)

Sonntag, 26. Oktober 2008

Diabetes Typ 1 - die halbe Wahrheit

Typ-1-Diabetes, insbesondere die Variante LADA wird oft - weil wesentlich seltener - so betreut wie Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes, der zunächst nicht insulinpflichtig ist). So schlank kann man als älterer Einser gar nicht sein, dass man nicht zur Ernährungsberatung für Zweier geschickt wird. Kaum bekannt und kommuniziert wird auch, dass ein Einser (vorübergehend) gleichsam zum Zweier werden kann. Dann nämlich wenn im Verlauf einer Hyperglykämie der Blutzucker so hoch ansteigt, dass eine Wirkungsstörung des Insulins wie beim Zweier eintritt. In diesem Fall empfiehlt es sich einen Ess-/Spritzabstand von bis zu eineinhalb Stunden einzuhalten, um dem Insulin einen "Wirkvorsprung" zu verschaffen. Hohe Werte sollen nicht gleich korrigiert werden, weil die Insulinwirkung erst verzögert eintreten kann. Auch bestimmte Lebensmittel und Lebenssituationen können die Insulinwirkung so stark verzögern, dass der Eindruck entsteht, es liege eine Wirkungsstörung vor. Mehr: riversight@gmx.at.

Natürlich gegen Depressionen

Johanniskraut stiehlt herkömmlichen Medikamenten zuehmend die Show. Dass dieses Gewächs bei leichten Depressionen - ohne Nebenwirkungen - helfen kann, hat sich nicht nur längst herumgesprochen, sondern ist auch erwiesen. Jetzt zeigen neueste Erkenntnisse, dass auch bei mittelschweren bis schweren Formen gute Ergebnisse erzielt werden können - gerade dann, wenn ein Bewegungsprogramm, Licht- und Psychotherapie parallel eingesetzt werden.

Orangenhaut

Eine aktuelle Studie aus den USA kommt zu ebenso erstaunlichen wie plausiblen Ergebnissen. Neben einer genetischen Disposition sollen besonders Frauen von den lästigen bis hässlichen Dellen an Po und Oberschenkeln betroffen sein, weil sie die genannten Körperpartien - oft schon in jungen Jahren - in zu enge Beinkleider zwängen. Dadurch kommt es zu einer mehr oder weniger gravierenden Schädigung der periphären Gefäße. Die Verengung der Kapilargefäße führt zu einer schlechteren Durchblutung und damit zu einer Schädigung des Gewebes, die man dann mit teuren Therapien wie Unterdruckbehandlungen (meist vergeblich) zu beheben versucht. Männer sind also nicht nur genetisch bevorzugt, sondern von ihrer modischen Konzeption her weit weniger betroffen.

Österreichischer Nationalfeiertag?

Mit welchem Recht gibt es noch einen österreichischen Nationalfeiertag? Lassen wir doch auch die anderen Nationalitäten mitfeiern, die sich längst hier bei uns zu Hause fühlen, ohne wirklich integriert zu sein. Österreich ist nicht nur multikulti , sondern zwangsäufig auch multinational. Feiern wir doch in Zukunft am 26. Oktober den Nationen-Feiertag!

"100 Ideen für Österreich"

Ein mittelformatiges Boulevardblatt, das in Wien auch als Gratiszeitung erscheint, bringt zum Nationalfeiertag ein "Großes Sonderheft" mit "100 Ideen für Österreich". Quasi als Draufgabe gibt's die "100 wichtigsten Österreicher des Jahres". Unter den großartigen Ideen vermisst man allerdings solche Kleinigkeiten wie die Staats- und Verwaltungsreform, die an die vier Milliarden Euro pro Jahr einsparen würde. Warum sollten ein Bundespräsident, ein möglicher neuer Kanzler und ein Vize an so was Banales denken? Gut zu diesem Armutszeugnis passt das lächerliche Ranking der 100 wichtigsten Österreicher. An 6. Stelle gleich hinter Heinz Fischer (Präsident) und Anna Netrebko (Diva) glänzt Benni Raich (Ski-Star). Auf den Plätzen 99 und 100 landeten Richard Lugner (Baumeister) und Bernhard Kohl (Doping-Sünder). Weder der aktuelle Rechnungshof-Präsident, Dr. Josef Moser, noch sein Vorgänger, Dr. Franz Fiedler, kommen in dem Sonderheft vor. Das sagt wohl alles.