Peter Pelinkas Meinung zum Kussverbot an einer österreichischen Schule bedarf eines Kommentars:
Sie haben ja keine Ahnung, wie es an unseren Schulen zugeht! Das "Kussverbot" stört Sie - nur das? Von wegen "Harmlose Rituale nach Vorbild zahlreicher Popstars..." Schon mal was vom Einfluss des "www" gehört? Vom Brutalo-Sex-Programm im TV? Als (Ex-)Alleinerzieher von drei Kindern und als Internet-User kenne ich die großen Gefahren, die von diesen Medien ausgehen. Es gibt zu wenig Schutz vor pornografischen Inhalten. Ähnlich besorgniserregend sind die bildfähigen Handys, auf die jeder gegen ein paar Euro - ohne Alterskontrolle - Pornos laden kann, die dann von "fortschrittlichen" Schülern in der Klasse herumgereicht werden. So werden insbesondere Mädchen zum Spaß - gegen ihren Willen - mit Inhalten konfrontiert, die sie schockieren. Mädchen werden auch gegen ihren Willen regelrecht abgeküsst, "niedergeknutscht", "ausgegriffen". Porno-Mobbing: Ein Schüler schickt einer besonders g'schamigen Mitschülerin (s)einen erigierten Penis aufs Handy... An wen sollen sie sich wenden, um sich zu schützen? An die Lehrer, an die Eltern? Unmöglich! Die Gesellschaft verschließt ihre Augen vor den erschütternden Einzelheiten, die unsere Kinder zerstören. Dann wundert man sich über Verhaltensauffälligkeiten und schimpft auf die allgegenwärtige Gewalt. Über die für Kinder extrem belastende Pornografie redet niemand. Und Sie regen sich über ein Kussverbot auf, "weil sich dort vor allem Mädchen übertrieben herzlich kosen" (Ihre naive Meinung). Das allein beweist - um Ihre Worte zu gebrauchen -, dass Sie nicht kapiert haben, was wichtig ist und was nicht.
P.S.: Sie sind Chefredakteur vom Format? Kaum zu glauben.
Freitag, 21. November 2008
Mittwoch, 19. November 2008
Westenthaler vor Anklage?
Gut, Westenthaler ist sehr wahrscheinlich kein Unschuldslamm, aber wenn ich mir vorstelle, was Politiker schon alles ungestraft verbrochen haben, kann ich nur empfehlen: Lasst den kleinen Fisch ein wenig zappeln und werft ihn dann wieder zurück in seinen Tümpel, wo sich die wirklich großen Fische über ihn das Maul zerreißen...
Montag, 17. November 2008
Allianz Pharma-Industrie - Ärzte
Nein, es gibt in vielen Fällen keine Distanz zwischen Ärzten und Pharma-Industrie. Es gehört naturgemäß auch zum Pharma-Marketing, maßgebliche Ärzte für eigene Interessen zu gewinnen. So wie zum Beispiel große Baufirmen oder Medien ganz gezielt Kontakte zu maßgeblichen Politikern aufbauen und pflegen, läuft es in allen Branchen. Umgekehrt versuchen Politiker (allzu oft mit Erfolg) Medien zu beeinflussen... Wenn derartige Aktivitäten gewissen Grenzen überschreitet, nennt man das Korruption...
Krise als Ausrede
Das Schlimme an der weltweiten Finanzkrise ist auch, dass weltweit jedes Problem darauf zurückgeführt werden kann. International jammern jetzt schon die Manager: "Wir können nichts dafür, wir haben alles richtig gemacht, wir können nichts dagegen machen, wenn es global kriselt..." Jedes persönliche Scheitern - mag es noch so lokal verursacht sein - kann auf diese Weise vertuscht werden.
Sonntag, 16. November 2008
Post und Versorgungsauftrag
Die Post ist eine AG - mit allen rechtlichen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Das hat die Politik so gewollt/zugelassen. Man kann also nur darüber diskutieren, ob sich diese Rechtsform überhaupt mit dem Versorgungsauftrag und anderen sich daraus ergebenden Verpflichtungen vereinbaren lässt. Man sollte jetzt nicht unüberlegt die Marktwirtschaft an den Pranger stellen, sondern jene, die ungeeignete Rahmenbedingungen geschaffen haben. Das ist nicht die Marktwirtschaft selbst, sondern die Politik. Man kann die Probleme dieser Zeit drehen und wenden wie man will - es kommt immer eine Verantwortung der Politik heraus. Vom Markt Moral zu verlangen, ist ein vergebliches Unterfangen...
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