Freitag, 2. Januar 2009

"Prolo-Design" bei Wiener Linien

Dieser Ausdruck eines Fahrgastes hat mich veranlasst, einmal genauer hinzusehen. "Schau da des Prolo-Design an, de Busse von de Wiener Linien sand nid nur innen und außen laut, sondern schaun a zum Speiben aus. Da Dr. Richard waß, was sche is." Und die sich da unterhielten, waren bestimmt keine Snobs.

Ja, das Design bei den Wiener Linien wäre wirklich zu hinterfragen. Ohne Rot, die "Firmenfarbe" der Sozialisten, geht es überhaupt nicht. Ohne Rot keine U-Bahn, keine Straßenbahn und kein Bus. Kombiniert wird hemmungslos mit Orange, Gelb, Grau... Zum optischen Desaster kommt das akustische der Busse. Die sind außen vor allem beim Anfahren extrem laut, beim Bremsen quietscht es zum Verzweifeln. Busstraßen sind besonders im Haltestellenbereich unbewohnbar. Im Inneren der Busse scheppert es bei jeder Fahrbahnunebenheit, die Federung schlägt immer wieder bis in die Halswirbelsäule durch. Dreck, wo hin man schaut.

Der Fuhrpark von Dr. Richard hingegen kommt äußerst gediegen daher. Reisebusoptik Ton in Ton mit wenigen Akzenten und so weit wie möglich Reisebuskomfort. Da redet den Herstellern keiner drein. "Aber die Sitzbezüge müssen mit dem Logo der Stadt Wien sein..." Bei der Außenansicht dürfte die Stadt mitreden. Gut auch: Die digitale Stationsanzeigen - leider nicht überall. Die Sauberkeit lässt nichts zu wünschen übrig.

Weniger Morde in Wien

Kein Wunder. Es gibt ja auch nur mehr einen Bruchteil an Obduktionen. Fachleute haben im Vorjahr darauf hingewiesen, dass dadurch zahlreiche Morde nicht als solche erkannt werden. Auch eine Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig die Kriminalstatistik zu schönen...