Kaum passiert ein Skiunfall, an dem ein Prominenter beteiligt ist, kommt der Ruf nach der Helmpflicht auf den Pisten. Der passive Schutz vor schwer wiegenden Folgen nach Stürzen ist halt leichter zu realisieren als eine Erziehung zum verantwortungsbewussten Fahren. Da müsste man ja schon im Kindesalter beginnen, und das ist halt so mühsam.
Wann kommt die Helmpflicht für Kinder auf dem Schulweg? Auch damit könnte viel Unheil verhindert werden. Rüsten wir doch alle Fußgänger auf, vom Knieschutz über den Ellenbogen- und Rückenschutz bis zum Kopfschutz. Dazu noch ein kriegerisches Kettenhemd aus dem Mittelalter und schon kann uns nichts mehr passieren.
Dass bei einer derartigen "Vermummung" die Lebensfreude weitgehend auf der Strecke bleibt, ist in Kauf zu nehmen. Wichtig ist nur die Sicherheit. Nein, das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein! Lassen wir eine neue verantwortungsbewusste Generation heranwachsen. Führen wir schon unseren Kleinsten vor Augen, was dabei rauskommt, wenn man nicht aufpasst, wenn man keine Rücksicht nimmt...
Sagen wir den Erwachsenen, dass Alkohol nicht nur beim Autofahren katastrophale Folgen haben kann. Es ist kein Kavaliersdelikt, mit ein paar Jagatee intus über die Hänge zu wedeln. Der immer wieder mit einem Augenzwinkern propagierte "Einkehrschwung" ist nichts anderes als eine Aufforderung zur Fahrlässigkeit. Die gut gehende Schneebar bei der Talstation produziert nicht nur gute Laune, sondern auch Knochenbrüche.
Dienstag, 13. Januar 2009
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