Freitag, 1. Mai 2009
Kein ausreichender Konsumentenschutz in Österreich
Nach einem Lokalbesuch hatte ich - nicht zum ersten Mal - einen verdorbenen Magen. Was geschieht in Österreich diesbezüglich zur Sicherheit der Konsumenten? Viel zu wenig. Wie überall fehlt das nötige Personal. Dänemark macht vor, wie es auch bei uns sein sollte: Dort sind bereits seit 2001 alle Gaststätten, Imbissstände und Lebensmittelgeschäfte verpflichtet, die Ergebnisse der Kontrollen gut sichtbar in ihren Verkaufsräumen auszuhängen. Vier Gesichter-Grafiken, so genannte Smileys, geben den Kunden eine einfache und schnelle Orientierung. Betriebe ohne Beanstandungen werden mit einem lachenden Smiley belohnt, das grimmigste Gesicht deutet auf schwere Verstöße hin. In Dänemark ist dies eine echte Erfolgsgeschichte: Von 2002 bis 2008 hat sich der Anteil der Betriebe mit dem lachenden Smiley von 70 Prozent auf 83 Prozent erhöht. Und nach anfänglichem Widerstand halten inzwischen sogar acht von zehn Betrieben die Smileys für eine gute Idee.
Mittwoch, 29. April 2009
Medien müssen maßlos übertreiben
Keine Zeitung kann derzeit ohne den "Killervirus" auskommen - auch wenn Fachleute dazu nur müde lächeln. Es gäbe keine Bedrohung, die diesen Terminus rechtfertigt. Warum titeln Medien dennoch so? Weil sie ihr Produkt über Schlagzeiten verkaufen. Gibt es vom aktuellen Tagesgeschehen her keinen zugkräftigen Aufmacher, muss eben einer erfunden werden, muss eine eher schwache Meldung entsprechend aufgeblasen werden. "Was haben wir heute für die Titelseite?" "Nix G'scheites!" "Können wir nicht einfach wieder was aus der Schweinepest machen?" "Ja, schreibt irgend was von einer weltweiten Bedrohung durch den Killervirus und dopt das Ganze mit einem Horrorbild. Zeigt verzweifelte Menschen mit Atemschutzmasken!"
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