Mittwoch, 6. Mai 2009
Ministerien: Millionen für Eigenwerbung
Bestimmte Zeitungen werden seit Wochen und Monaten mit Anzeigen oder seitenlangen "Promotions" abhängig gemacht. Für die Leser, denen das sauer aufstößt, hat zum Beispiel Josef Pröll eine Beruhigungspille in Worte gepackt. Da heißt es ganz unten in einer Eigenlob-Werbung des Finanzministers: "Übrigens ist das Geld für dieses Inserat nicht 'rausgeschmissen', sondern ganz nebenbei wie ein Konjunkturprogramm für Österreichs Printmedien und die Arbeitsplätze, die sie schaffen." Neben der stilistisch fragwürdigen Formulierung wird dabei eins deutlich: das schlechte Gewissen.
Politiker gratis krank
Prof. Dr. Graninger, Chef der AKH-Infektiologie, plaudert - politisch inkorrekt - aus der Schule: Politiker lassen sich im AKH grundsätzlich gratis behandeln. Spitzenmedizin für alle - Politiker brauchen nicht mal eine E-Card dazu. Schade dass der Professor keine Namen nennt...
Freitag, 1. Mai 2009
Kein ausreichender Konsumentenschutz in Österreich
Nach einem Lokalbesuch hatte ich - nicht zum ersten Mal - einen verdorbenen Magen. Was geschieht in Österreich diesbezüglich zur Sicherheit der Konsumenten? Viel zu wenig. Wie überall fehlt das nötige Personal. Dänemark macht vor, wie es auch bei uns sein sollte: Dort sind bereits seit 2001 alle Gaststätten, Imbissstände und Lebensmittelgeschäfte verpflichtet, die Ergebnisse der Kontrollen gut sichtbar in ihren Verkaufsräumen auszuhängen. Vier Gesichter-Grafiken, so genannte Smileys, geben den Kunden eine einfache und schnelle Orientierung. Betriebe ohne Beanstandungen werden mit einem lachenden Smiley belohnt, das grimmigste Gesicht deutet auf schwere Verstöße hin. In Dänemark ist dies eine echte Erfolgsgeschichte: Von 2002 bis 2008 hat sich der Anteil der Betriebe mit dem lachenden Smiley von 70 Prozent auf 83 Prozent erhöht. Und nach anfänglichem Widerstand halten inzwischen sogar acht von zehn Betrieben die Smileys für eine gute Idee.
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