Samstag, 3. Oktober 2009

Diabetes-Sensation: ab 2011 nichtinvasive Blutzuckermessung möglich

Durchbruch bei der nichtinvasiven, permanenten Blutzuckermessung! Es geht bald auch ohne Nadel im Bauch oder täglich mehrmaliges Stechen in die Fingerkuppen. Jederzeit wissen, wie der Blutzucker aktuell ausschaut. - Auf Anfrage kam aus der Schweiz folgendes Mail:

Sehr geehrter Herr ...

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Technologie. Wir sind zurzeit dabei, erste Prototypen im Spital und im Alltag zu testen. Die Resultate ermutigen uns und geben Zuversicht, dass wir eine Markteinführung Anfang 2011 in Angriff nehmen können. Die Kosten und weitere Details der Markteinführung sind aber noch nicht festgelegt.

Die Studien finden zurzeit in der Schweiz statt, deshalb ist eine Teilnahme Ihrerseits leider nicht möglich. Aber wir werden zu einem späteren Zeitpunkt sicher auch in Österreich Studien durchführen.

Falls Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Danke!

Mit freundlichen Grüssen
Mario Stark
CEO

Solianis Monitoring AG
Leutschenbachstrasse 46
CH-8050 Zürich
Switzerland

Tel. +41 44 306 80 40
Fax +41 44 306 80 41
Mobile +41 79 542 88 74

mario.stark@solianis.com
www.solianis.com

Freitag, 2. Oktober 2009

Österreich kein Rechtsstaat mehr

Zur Vorgeschichte (aus gmx-Text): Der früheren ÖVP-Innenministers Ernst Strasser wurde wegen parteipolitisch motivierte Postenbesetzungen angezeigt. Ermittelt wurde von der Staatsanwaltschaft allerdings vor allem über die Frage, wie die Emails an die Öffentlichkeit gelangten, während der ebenfalls angezeigte Amtsmissbrauchs-Vorwurf gegen das Ministerbüro verjährte. Der Staatsanwalt gab an, die entsprechende Anzeige in seinem Akt "übersehen" zu haben.

Warnung vor einem Polizisten

Anzeige
Die Emails zeigen, wie Personalentscheidungen im Kabinett Strassers in den Jahren 2001 und 2002 diskutiert wurden. So warnte Personalchef Ernst Kloibmüller den Minister vor einem Polizisten, für den zwar VP-Landeshauptmann Erwin Pröll interveniert hatte, der aber der SPÖ zugerechnet wurde: "der von pröll angesprochene kandidat ist nicht unsererer!!!! (...) man sollte lh von weiterem engagement abraten." Selbst bei der Errichtung von Polizeidienststellen zählten demnach parteipolitische Kriterien (konkret die "Farbe" der jeweiligen Bürgermeister).

Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz, der die Emails damals veröffentlicht hatte, kritisierte im Ausschuss nun den Umgang der Staatsanwaltschaft mit dem Thema.

Bei ihr gingen nämlich 2008 zwei Anzeigen ein: Eine gegen das Ministerbüro wegen Amtsmissbrauchs sowie eine Anzeige Strassers, der von "gestohlenen Emails" sprach und den Daten-Diebstahl geklärt wissen wollte. Pilz warf dem Staatsanwalt vor, keine Ermittlungsschritte gesetzt zu haben, obwohl der Amtsmissbrauchs-Verdacht bereits "akut von Verjährung bedroht war".

"Mir ist dieses Email-Konvolut entgangen"

Der zuständige Staatsanwalt Christian Walzi verwies darauf, dass auch zusätzliche Ermittlungsschritte seinerseits nach damaliger Rechtslage nichts an der drohenden Verjährung (fünf Jahre nach der jeweiligen Postenbesetzung, Anm.) geändert hätten.

Allerdings räumte Walzi ein, dass er die entsprechende, 150 Seiten starke Anzeige in dem von seinem Vorgänger übernommenen Akt "übersehen" habe: "Mir ist dieses Email-Konvolut entgangen, bei meinen Ermittlungen." (Ende gmx-Text)

Was soll man dazu sagen? Auch dieser "Lapsus" zeigt wieder, wie es in diesem Land zugeht. Die Exekutive ist nicht mehr in der Lage, sich durchzusetzen (jeder vierte Beamte ist ausgebrannt), und auch alle nachfolgenden Instanzen sind trotz niedriger Aufklärungsquote nicht mehr imstande, die anfallenden Akten ordnungsgemäß abzuarbeiten. Da kann schon mal eine Anzeige unter den Tisch fallen... So schaut definitiv kein Rechtsstaat aus. - Und unser aller Staatsoberhaupt? Fischer schweigt zum allgemeinen Chaos und verdient frisch und fröhlich mehr als sein amerikanischer Amtskollege...

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Rücktritt: Erich Haider fällt nach oben

Die Politiker quer durch alle Parteien verneigen sich vor der Größe ihres Kollegen Erich Haider, der jetzt doch seinen Sessel frei macht. Redakteure bis hinauf zum Herausgeber zollen dem gescheiterten Mann Respekt. In der Privatwirtschaft führt ein Versagen in diesem Ausmaß zur Kündigung: nix Respekt, Anerkennung und tiefe Dankbarkeit für früher Geleistetes. Haider muss uns Bürgern nicht leid tun. Er hat ein paar Tage gebraucht, um seine Rückkehr in die Verkehrsdirektion der Linz AG zu regeln. Dort ist an sich personell alles in Ordnung. Was wird Haider also dort machen, außer ein fürstliches Gehalt beziehen... Lauter Fragen, die sich auch Redakteure stellen sollten. Wo werden die vielen SPÖler, die nach der neuerlichen Niederlage nicht mehr gebraucht werden, unterkommen? Generell: Gibt es fürs politische Ausgedinge in Zeiten wie diesen genug gute Jobs im staatlichen oder halbstaatlichen Auffangbecken?

Mittwoch, 30. September 2009

SPÖ-Herbstkampagne: Weil jetzt der Hut brennt...

Wiener könnten im Herbst vermehrt einem Sozialdemokraten im Park oder vor der eigenen Wohnungstür begegnen: Die regierende SPÖ hat am Mittwoch die Details ihrer Herbstkampagne vorgestellt, die sich primär dem Thema des Zusammenlebens widmen soll.

Die SPÖ suche dabei den direkten Kontakt zur Bevölkerung bei Haus- und Parkgesprächen sowie bei Aktionen in der ganzen Stadt, kündigte Landesparteisekretär Christian Deutsch an: "So wissen wir ganz genau darüber Bescheid, wo der Schuh drückt." Zusammenleben in einer Millionenstadt könne nur funktionieren, wenn sich alle an Spielregeln hielten. (GMX-Text)

Jetzt, fünf nach zwölf, kommen sie drauf, dass eine Menge schief gelaufen ist in dieser tiefroten Stadt, aber es haben sich über Jahre hinweg so viele Problembereiche (von den Zuständen in Kindergärten und Schulen bis hin zu den Konflikten in Parkanlagen und Gemeindebauten) angesammelt, dass es unmöglich ist, das alles noch vor den Wahlen 2010 zu bereinigen. Die Menschen merken auch, dass die diversen Initiativen nur geschehen, weil Machtverlust droht.

Mit "Ordnungsberatern und Nightwatchern" allein wird es jedenfalls nicht gehen. Dazu kommt, dass die Loyalität des linken Bodenpersonals erheblich nachgelassen hat. Diese braven Gefolgsleute haben ja auch längst gemerkt, dass man sie von oben mit falschen Argumenten ruhiggestellt hat...

Dienstag, 29. September 2009

Faymann nach OÖ-Wahldebakel nur scheinbar gelassen...

Meinung aus dem gmx-Forum:

Ich denke das ist nur eine vorläufige mediale Gelassenheit um zu zeigen das die SPÖ trotz Gegenwind zu Ihrem Kurs steht.
Natürlich wird vor den nächstjährigen Wahlen so einiges ausgepackt werden, wir werden uns noch wundern was für Töne da kommen und wir werden uns auch wundern wie die Töne nach der Wahl wieder verschwinden.
Die Roten waren in der Vergangenheit stets Meister des Wahlkampfs (z.B. Pensionistenbriefe ziehen fast immer). Ich denke wenn es wirklich um die Wurst geht, z.B. um die Bundeshauptstadt, besinnen sich die Roten wieder ihrer alten Stärke der Taktik.
Ein verstärktes Ansprechen des Ausländerthemas wurde ja bereits angekündigt. Natürlich wird es in Wahrheit nur beim Ansprechen bleiben aber das wird bestens vermarktet werden, und wenn in ca. 1 Jahr gewählt wird dann wird sich's natürlich wieder ausgehen und wenn nicht, dann kommen halt die Grünen dazu.
Zu einer wirklichen Änderung, ich spreche jetzt für die Wienwahl, wird es in Wien niemals kommen. Die Roten bleiben so oder so die stärkste Kraft und selbst wenn alle Stricke reißen, dann werden halt die kleinen Grünen oder sogar Schwarzen mit ins Boot geholt.

Montag, 28. September 2009

ÖSTERREICH von Wahlergebnis überfordert

Es gibt in Wien eine weitgehend regierungstreue Mehr-oder-weniger-Gratiszeitung, die so heißt wie unser Land. Und dieses bunte Blatt hat bei der Wahlberichterstattung völlig den Überblick verloren. Da heißt es auf der Titelseite: "Die FP verdoppelte sich auf 15,3%." Auf Seite 2: "...Feier, obwohl die angepeilte Verdoppelung nicht klappte. Das Bier schmeckte diesmal ein wenig schal für die Blauen." Auf Seite 3: "FPÖ gewinnt deutlich." Seite 4: "FPÖ: Matter Sieg." Und der Herausgeber der mittelformatigen Tagesillustrierten geht in seinem umfassenden Kommentar erst gar nicht auf das Thema FPÖ ein...