Dienstag, 6. Oktober 2009
ÖBB zahlen bei Verspätung - Medien von öffentlichen Aufträgen abhängig
Zeitungen sind willfährige Kommunikatoren. Unkritisch jubeln sie mit den Inserenten. Aktuell: Die ÖBB zahlen ihren Kunden ab einer Stunde Verspätung den halben Fahrpreis zurück. Juhuuuh! Dass die Kunden und der Steuerzahler (auch) das selbst finanzieren wird in keinem Kommentar hinterfragt... Noch nie hat die Politik, haben staatsnahe Betriebe so viel in Eigenwerbung investiert wie jetzt. Das ist eine gefährliche Seuche geworden, die die Pressefreiheit bedroht. Besonders in Wien hat man den Eindruck, dass vor allem finanziell schwache Medien von öffentlichen Aufträgen abhängig sind und sich dem entsprechend verhalten. Die Stadt Wien schaltet ihre Eigenlob-Werbung oft nur dann, wenn ein entsprechendes redaktionelles Umfeld beigestellt wird. Ganze PR-Strecken (im Original-Redaktionslayout) werden nur versteckt (beim Bund) als "Werbung" oder "Promotion" gekennzeichnet. Dazu kommt der rein buchhalterische Aspekt: Wer überprüft, ob Anzeigen aus dem Budget bezahlt werden, obwohl es sich um lupenreine Parteienwerbung handelt? Man kann ohne weiteres davon ausgehen, dass Millionen im Budget falsch verbucht werden.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Darabos: "Keine Integrationsprobleme beim Bundesheer"
Den strenggläubigen Angehörigen der Jüdischen Glaubensgemeinschaft wird darin z.B. das Tragen des "Käppchens" zur militärischen Uniform genehmigt.
Ramadan
Bei Angehörigen der Islamischen Glaubensgemeinschaft werden die täglichen Gebetszeiten sowie Feiertage wie die Beendigung des Fastenmonats Ramadan berücksichtigt.
Als Ausgleich sind die strenggläubigen muslimischen Soldaten vermehrt zu Diensten an Sonntagen und anderen christlichen Feiertagen heranzuziehen, heißt es im Erlass.
Anzeige
Fallweise gibt es für strenggläubige Muslime sogar eine "Barttrageerlaubnis", die wiederum vom Tragen der Schutzmaske und der Dichtheitsprüfung befreit.
Gebetsraum und Turban
In der Maria-Theresien-Kaserne gibt es einen eigenen islamischen Gebetsraum. Bei den Sikhs wird u.a. das Tragen des Turbans berücksichtigt.
Verteidigungsminister Darabos sieht die bunte Religionsdurchmischung positiv: "Ich finde das sehr gut. Jährlich leisten etwa 30.000 junge Staatsbürger gleich welcher Herkunft oder gleich welcher Religion ihren Beitrag zur Sicherheit des Landes."
Muslime mit Katholiken, Serbisch-Orthodoxe und Menschen jüdischen Glaubens stehen gemeinsam im Dienst. "Im Bundesheer wird Integration gelebt", so Darabos.
"Keine Probleme"
Das Bundesheer zeige vor, "dass Integration mit Ordnung und mit bestimmten Regeln auf der Basis gegenseitigen Respekts funktioniert.
In einer Armee gibt es Regeln, die von allen eingehalten werden müssen. Bei uns gibt es keine Probleme - vielleicht auch deshalb, weil beim Bundesheer die verschiedensten Religionen entsprechend respektiert werden", sagt der Minister. (APA)
TO-Kommentar: Erfolgreiche Integration schaut hierzulande so aus: Jeder, der zu uns kommt, kann weitgehend tun und lassen, was er will. Das macht lange keinen Ärger, bis es dann schließlich zu solchen Wahlergebnissen führt wie zuletzt. Immer mehr Menschen spüren, dass sie Fremde im eigenen Land geworden sind. In Wien soll eine "Hausordnung" retten, was noch zu retten ist. Die Entwicklung ist aber unumkehrbar. Auch die Familienförderung kommt jetzt vor allem den geburtenstarken Migranten zugute. Die Überfremdung ist ein Faktum, mit dem wir leben lernen müssen. Sind die Ausländer schuld an der Entwicklung? Nein! Sie haben sich nur so verhalten, wie jeder von uns das tun würde, wenn es darum geht, in ein Land mit höchster Lebensqualität und vorbildlichen Sozialstandards zu gelangen. Es ist verständlich, dass sich Asylwerber eine dramtische, schwer überprüfbare Geschichte ausdenken, ihren Pass wegwerfen, nur um ins gelobte Land zu kommen...
Ramadan
Bei Angehörigen der Islamischen Glaubensgemeinschaft werden die täglichen Gebetszeiten sowie Feiertage wie die Beendigung des Fastenmonats Ramadan berücksichtigt.
Als Ausgleich sind die strenggläubigen muslimischen Soldaten vermehrt zu Diensten an Sonntagen und anderen christlichen Feiertagen heranzuziehen, heißt es im Erlass.
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Fallweise gibt es für strenggläubige Muslime sogar eine "Barttrageerlaubnis", die wiederum vom Tragen der Schutzmaske und der Dichtheitsprüfung befreit.
Gebetsraum und Turban
In der Maria-Theresien-Kaserne gibt es einen eigenen islamischen Gebetsraum. Bei den Sikhs wird u.a. das Tragen des Turbans berücksichtigt.
Verteidigungsminister Darabos sieht die bunte Religionsdurchmischung positiv: "Ich finde das sehr gut. Jährlich leisten etwa 30.000 junge Staatsbürger gleich welcher Herkunft oder gleich welcher Religion ihren Beitrag zur Sicherheit des Landes."
Muslime mit Katholiken, Serbisch-Orthodoxe und Menschen jüdischen Glaubens stehen gemeinsam im Dienst. "Im Bundesheer wird Integration gelebt", so Darabos.
"Keine Probleme"
Das Bundesheer zeige vor, "dass Integration mit Ordnung und mit bestimmten Regeln auf der Basis gegenseitigen Respekts funktioniert.
In einer Armee gibt es Regeln, die von allen eingehalten werden müssen. Bei uns gibt es keine Probleme - vielleicht auch deshalb, weil beim Bundesheer die verschiedensten Religionen entsprechend respektiert werden", sagt der Minister. (APA)
TO-Kommentar: Erfolgreiche Integration schaut hierzulande so aus: Jeder, der zu uns kommt, kann weitgehend tun und lassen, was er will. Das macht lange keinen Ärger, bis es dann schließlich zu solchen Wahlergebnissen führt wie zuletzt. Immer mehr Menschen spüren, dass sie Fremde im eigenen Land geworden sind. In Wien soll eine "Hausordnung" retten, was noch zu retten ist. Die Entwicklung ist aber unumkehrbar. Auch die Familienförderung kommt jetzt vor allem den geburtenstarken Migranten zugute. Die Überfremdung ist ein Faktum, mit dem wir leben lernen müssen. Sind die Ausländer schuld an der Entwicklung? Nein! Sie haben sich nur so verhalten, wie jeder von uns das tun würde, wenn es darum geht, in ein Land mit höchster Lebensqualität und vorbildlichen Sozialstandards zu gelangen. Es ist verständlich, dass sich Asylwerber eine dramtische, schwer überprüfbare Geschichte ausdenken, ihren Pass wegwerfen, nur um ins gelobte Land zu kommen...
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