Korrupte Manager, emotionslose Jugendliche, skrupellose Finanzhaie, gnadenlose Machteiferer, mitleidlose Egoisten, enthemmte Selbstdarsteller - anything goes lautet heute das Credo von vielen. Warum ist das so? Der Psychologe Wolfgang Hantel-Quitmann sieht den Grund im Fallen der Schamgrenzen, denn ohne Scham scheint alles erlaubt und soziales und moralisches Empfinden wie Achtung, Anerkennung, Respekt, Mitgefühl und soziale Verantwortung schwinden. Der Preis dieser schamlosen Kultur ist schließlich der Verlust von Mitmenschlichkeit.
Für eine menschliche Gesellschaft brauchen wir aber dieses Gefühl der Scham. Sie zeigt an, wenn etwas nicht „in Ordnung” ist. So sind Manager, die bei der Steuerhinterziehung, Politiker, die bei einem Wortbruch kein Unrechtsbewusstsein mehr haben, schamlos. Und mit ihrem Verhalten werden die Schamgrenzen immer weiter abgebaut. Schließlich geht die Kultur der Menschlichkeit verloren. Hantel-Quitmann zeigt in seinem Buch "Schamlos!", wo die Schamgrenzen fallen und wie sich wieder ein gesundes Maß an Schamgefühl lernen und auch einfordern lässt. Damit die Gesellschaft nicht in den Abgrund driftet.
Wofgang Hantel-Quitmann ist Professor für Klinische Psychologie und Familienpsychologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg sowie Leiter des Studienganges „Bildung und Erziehung in der Kindheit”.
Weitere Informationen unter www.hantel-quitmann.de
P.S.: Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn. Sigmund Freud, Psychotherapeut
Freitag, 26. Februar 2010
Angriff von Türkengang auf Salzburger Landwirtschaftsschule
Ein Ereignis - zwei Darstellungen:
Örtliche Zeitung wiegelt ab. Kein Hinweis auf Türkenbeteiligung.
Muss man wirklich eine (eher nach links tendierende) Wiener Zeitung lesen, um zu erfahren, was in Salzburg wirklich los ist? Die Salzburger Nachrichten (SN) bringen es fertig, den "Angriff einer 25-köpfigen Türkengang" (ÖSTERREICH) auf die Salzburger Landwirtschaftsschule Winkelhof als "Jagd auf zwei Schüler" zu verharmlosen. "Nach ersten Ergebnissen der Polizei dürften eindeutig ethnische Hintergründe vorliegen", heißt es in dem Wiener Blatt. Man erfährt darüber hinaus noch weitere dramatische Details. In den SN liest sich das eher als größere Jungendrauferei. Die Sache hätte jedenfalls viel schlimmer ausgehen können, wenn nicht ein Lehrer eingeschritten wäre. Trotzdem wurden danach noch zwei völlig unbeteiligte Schüler krankenhausreif geprügelt ... Sind die SN politisch so korrekt, dass sie sich nicht trauen, die Dinge beim Namen zu nennen, oder hat der betreffende Redakteur einfach Angst, selbst zur Zielscheibe von Aggressionen zu werden? Oder haben die Wiener das alles einfach erfunden?
Örtliche Zeitung wiegelt ab. Kein Hinweis auf Türkenbeteiligung.
Muss man wirklich eine (eher nach links tendierende) Wiener Zeitung lesen, um zu erfahren, was in Salzburg wirklich los ist? Die Salzburger Nachrichten (SN) bringen es fertig, den "Angriff einer 25-köpfigen Türkengang" (ÖSTERREICH) auf die Salzburger Landwirtschaftsschule Winkelhof als "Jagd auf zwei Schüler" zu verharmlosen. "Nach ersten Ergebnissen der Polizei dürften eindeutig ethnische Hintergründe vorliegen", heißt es in dem Wiener Blatt. Man erfährt darüber hinaus noch weitere dramatische Details. In den SN liest sich das eher als größere Jungendrauferei. Die Sache hätte jedenfalls viel schlimmer ausgehen können, wenn nicht ein Lehrer eingeschritten wäre. Trotzdem wurden danach noch zwei völlig unbeteiligte Schüler krankenhausreif geprügelt ... Sind die SN politisch so korrekt, dass sie sich nicht trauen, die Dinge beim Namen zu nennen, oder hat der betreffende Redakteur einfach Angst, selbst zur Zielscheibe von Aggressionen zu werden? Oder haben die Wiener das alles einfach erfunden?
Sexession: Gleiches Gewerberecht für alle
Rein rechtliche Frage an die Gewerbebehörde: Kann ich als Galerist das Kunstwerk Swingerclub (inklusive Sado-maso-Kammer) in meiner Galerie installieren und betreiben, gleich an schließend an die Präsentation in der Secession? Für die dadurch entstehenden Kosten würde ich selbst aufkommen. Es geht mir nur darum, den prüden Besuchern einen Spiegel vorzuhalten ...
Mittwoch, 24. Februar 2010
Kunst nicht vom Feinsten: Sündenpfuhl Wiener "Sexession"
Swingerclub mit allem Drum und Dran als neue Attraktion im Wiener Kulturbetrieb. Strache hat beileibe nicht oft recht, aber wenn er die Rathaus-SPÖ als Förderer des Sex-Spektakels in der Wiener Secession als "durchgeknallt" bezeichnet, muss man ihm beipflichten. Was ist nur in diesen feuerroten Kulturchef Mailath-Pokorny gefahren, dass er so etwas als Kunst bezeichnet? Was müssen wir uns als Bürger und Zahler noch alles von einer außer Rand und Band geratenen Kultur-Szene bieten lassen? Warum wird die Staatsanwaltschaft in dieser Sache nicht von sich aus tätig?
Das ist keine Kunst! Was da jetzt in Wien passiert, erinnert an die tollen "Installationen" im Jahre 2006 in Salzburg. Manche dieser Kreationen mögen recht originell gewesen sein, ihre Produzenten sind aber keine Künstler, sondern Installateure. Es ist ja auch nicht jeder Maler/Anstreicher ein Künstler.
Riesenwirbel seinerzeit in Salzburg um die Aktivitäten von Kontracom! Die vereinigten Kunstbanausen Salzburgs formieren sich zur Entscheidungsschlacht. Security-Leute müssen rund um die Uhr ein Hubschrauber-Kunstwerk bewachen. Drohungen gegen Veranstalter und Künstler begleiten die „Installationen und Performances“ im Rahmen des Festivals für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum. Millionen-Subventionen werden (vor)verurteilt. Also halten wir uns zurück und schauen wir uns das Ganze erst mal an. Mein Eindruck: Das Volk hat Recht! Es ist völlig ausgeschlossen, dass das alles Kunst ist, was da von einigen Spaßvögeln „installiert“ wurde – vom „hilflos scheinenden Flugobjekt“ bis zu den „Brettern“ (Eigendefinitionen Kontracom), die den Mirabellgarten bauzaunartig abschotten. Die „international anerkannten Künstler“ sind für mich einfach Aktivisten, die es verstanden haben, durch provokante Projekte Aufmerksamkeit zu erregen. Übrigens eine bewährte Marketing-Masche, um kurzfristig und kostenlos einen hohen Bekanntheitsgrad zu erzielen. Skandale haben schon immer geholfen, schwache Bücher, Theaterstücke oder Architektur zu verkaufen. Die durchwegs etablierten „Kunstschaffenden“ gehen dabei geschickt vor, in dem sie sich gegenseitig die Mauer machen. Jeder lobt über Kontinente hinweg die außerordentliche Genialität des anderen, und so entsteht der eigene Eindruck: „Wenn es alle gut finden, bin ich wohl der einzige Blöde…“ Die wirren Geschichten, die die Pseudo-Kreativen um ihre Machwerke erfinden, werden vom Bürger nicht verstanden und daher allzu oft lange hingenommen. Wenn aber ein gewisses Maß überschritten wird, wenn ein Konzentrat an Blödheiten zustande kommt wie jetzt, wird der zunächst heimliche Widerwillen der Bürger zum Proteststurm – da nützt auch der Versuch nichts, jeden ins Nazi-Eck zu drängen, der sich aufregt…
Resumee: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
Das ist keine Kunst! Was da jetzt in Wien passiert, erinnert an die tollen "Installationen" im Jahre 2006 in Salzburg. Manche dieser Kreationen mögen recht originell gewesen sein, ihre Produzenten sind aber keine Künstler, sondern Installateure. Es ist ja auch nicht jeder Maler/Anstreicher ein Künstler.
Riesenwirbel seinerzeit in Salzburg um die Aktivitäten von Kontracom! Die vereinigten Kunstbanausen Salzburgs formieren sich zur Entscheidungsschlacht. Security-Leute müssen rund um die Uhr ein Hubschrauber-Kunstwerk bewachen. Drohungen gegen Veranstalter und Künstler begleiten die „Installationen und Performances“ im Rahmen des Festivals für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum. Millionen-Subventionen werden (vor)verurteilt. Also halten wir uns zurück und schauen wir uns das Ganze erst mal an. Mein Eindruck: Das Volk hat Recht! Es ist völlig ausgeschlossen, dass das alles Kunst ist, was da von einigen Spaßvögeln „installiert“ wurde – vom „hilflos scheinenden Flugobjekt“ bis zu den „Brettern“ (Eigendefinitionen Kontracom), die den Mirabellgarten bauzaunartig abschotten. Die „international anerkannten Künstler“ sind für mich einfach Aktivisten, die es verstanden haben, durch provokante Projekte Aufmerksamkeit zu erregen. Übrigens eine bewährte Marketing-Masche, um kurzfristig und kostenlos einen hohen Bekanntheitsgrad zu erzielen. Skandale haben schon immer geholfen, schwache Bücher, Theaterstücke oder Architektur zu verkaufen. Die durchwegs etablierten „Kunstschaffenden“ gehen dabei geschickt vor, in dem sie sich gegenseitig die Mauer machen. Jeder lobt über Kontinente hinweg die außerordentliche Genialität des anderen, und so entsteht der eigene Eindruck: „Wenn es alle gut finden, bin ich wohl der einzige Blöde…“ Die wirren Geschichten, die die Pseudo-Kreativen um ihre Machwerke erfinden, werden vom Bürger nicht verstanden und daher allzu oft lange hingenommen. Wenn aber ein gewisses Maß überschritten wird, wenn ein Konzentrat an Blödheiten zustande kommt wie jetzt, wird der zunächst heimliche Widerwillen der Bürger zum Proteststurm – da nützt auch der Versuch nichts, jeden ins Nazi-Eck zu drängen, der sich aufregt…
Resumee: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
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