Dienstag, 20. Juli 2010

Phantasterei: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

Zeitungen vermeiden Abdruck kritischer Leserbriefe wegen Inseratenkampagne.

Frauenministerin auf dem Holzweg

In einer sauteuren Inseratenkampagne ("Gleicher Lohn für gleiche Arbeit") versucht die Frauenministerin neuerlich, ihre krausen Vorstellungen unters (Wahl-)Volk zu bringen. Sie will eine "geniale" Idee umsetzen: Gleich viel Geld für Männer und Frauen bei gleicher Funktion. Klingt gut und einleuchtend. Aber der Hund steckt wie immer im Detail. Es gibt einfach keine gleiche Leistung, auch nicht innerhalb der gleichen Funktion und des gleichen Geschlechts. Dazu sind Menschen nun einmal zu unterschiedlich. Der eine Verkaufsleiter leistet mehr, der andere weniger, eine Frau kann in einem bestimmten Job besser oder auch schlechter sein als ein Mann. Es gibt keine Norm-Angestellten und erst recht keine Normarbeiter (physische Unterschiede). Also kann es auch kein Normeinkommen geben. Das gibt es nur im Staatsdienst, weil sich Beamte eben leichter in ein Schema pressen lassen. - Und bei der ganzen Diskussion fehlt die Berücksichtigung des Normkindes, das brav zu Hause vor dem Fernseher sitzt, Chips in sich hinein isst und auf die gleich gut oder gleich schlecht verdienenden Eltern wartet...

Apropos Fairness beim Verdienen: Ist es in Ordnung, dass unser Bundespräsident mehr verdient als der amerikanische? Da kann man herum argumentieren, wie man will - es ist und bleibt ein Skandal. Ist es fair, dass ein Abgeordneter ohne bestimmte Qualifikation, der sich nie zu Wort meldet, sondern nur die Hand im Sinne des Clubzwanges hebt, 14 x 8.160,- € plus Spesen abcasht und noch Zeit hat für jede Menge Nebenjobs? Ein einfacher Mann aus dem Volk mit Hauptschulabschluss verdient mehr als ein Universitätsprofessor nur weil er als namenloser Bundesrat - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - agiert?

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Frau Ministerin, sorgen Sie in Ihrem eigenen politischen Umfeld für Fairness gegenüber dem Volk.