Samstag, 2. Oktober 2010

Wien-Wahl 10: Wie geht es Maria L.?

Wenn der Wiener Bürgermeister seit vielen Monaten mit der „Mercer-Studio“ (weltweit beste Lebensqualität) hausieren geht, wissen nur wenige, „dass die Daten aus einer Befragung von 220 multinationalen Unternehmen stammen“ (interner SPÖ-Text). Top-Manager, die überhaupt nicht ständig in Wien leben und erst recht nicht hier aufgewachsen sind, loben also die optimale Lebensqualität Wiens. Deshalb wird sich die 75-jährige Maria L. in ihrer Wohnung aber keine Spur besser fühlen. Sie ist als letzte Einheimische in ihrem Block in Leopoldstadt übrig geblieben. Und wenn sie auf das Klingeltableau beim Hauseingang schaut, fehlen ihr vertraute Namen. Was da jetzt steht, kann sie kaum lesen und noch weniger aussprechen. Wie soll sie sich integrieren, wenn sie die Nachbarn nicht einmal mit ihren Namen und in ihrer Sprache begrüßen kann? Was helfen ihr die schönsten Multikulti-Sprüche, was hilft ihr die linke Schwärmerei von Weltoffenheit und bunter Vielfalt? Muss diese Urwienerin auf ein Krügel ins nahe Schweizerhaus gehen, um sich zuhause zu fühlen?

Wien-Wahl: Mediale Polit-Votings und Leserbriefseiten problematisch

Immer wieder kommt es zu merkwürdigen Abstimmungs-Endergebnissen bei medialen Polit-Auseinandersetzungen. Man wird dann mit Recht das Gefühl nicht los, dass da getürkt wurde. Es ist bekannt, dass die Sozis besonders gut "mobilisieren" können. Das hat auch Politologe Hofer bei der Puls4-Abstimmung so nebenbei erwähnt. Da hat Häupl in der zweiten Hälfte, in der er schwächer war, plötzlich aufgeholt. - In den Salzburger Nachrichten gibt es eine "Kontroverse" mit Abstimmung. Da sind nach einer gewissen Zeit plötzlich im Minutentakt für die linke Kommentatorin, die ursprünglich hoffnungslos hinten lag, Pro-Votes abgegeben worden, bis sie überlegen vorne lag! Auch die linke Leserbrief-Maschinerie läuft wie geschmiert. In den diversen Foren tummeln sich ebenfalls auffallend viele professionelle linke Schreiber mit Texten, die vorgefertigt klingen. Da kann keine der anderen Parteien mithalten...

Donnerstag, 30. September 2010

Wien-Wahl: U-Bahn-Zeitung ganz auf Häupl-Linie

Eine "heiße Debatte" zum Thema Strache wünscht sich "Heute" von den Lesern und gibt die Meinung penetrant vor. Primitiver geht's nicht. Was ist nur mit dieser U-Bahn-Zeitung los? Die waren doch bisher weitgehend sachlich unterwegs. Sind die auch schon mit Riesen-Anzeigenaufträgen gekauft wie die marode Halbgratiszeitung "Österreich"? Und Chefredakteur Schmunzel-Schmitt macht da an vorderster Front mit? Da werden sich viele "Sympathisanten" (Strache-Wähler, Heute) mit Grausen abwenden. Übrigens: Gibt es eigentlich nur Rechtspopulisten? In einer Demokratie sollten doch alle Parteien populistisch agieren, sich vom Souverän Volk führen lassen...

Mittwoch, 29. September 2010

Wien-Wahl: Häupl kann Strache nicht frontal angreifen...

...weil er genau weiß, dass er gegen Strache in einer "offenen Feldschlacht" unterliegen würde. Also kann er nicht auf seine Argumente (in den Anzeigen) eingehen. Er muss immer mit den gleich Schlagworten agieren/agitieren. Er muss Wien mit Hilfe einer völlig irrelevanten "Mercer-Studie" in den Himmel heben, um dann sagen zu können: Wer dieses Paradies weiterhin will, muss es (mich) wählen. Der Sozialist Häupl hält sich im Hintergrund. - Übrigens: Die Phalanx der Anti-Strache-Kommentatoren sollte sich auch mal die Frage stellen, warum ganz Europa nach rechts rückt. Sind da jetzt plötzlich lauter erfolgreiche Rechtspopulisten unterwegs oder gibt es vielleicht eine Entwicklung, die diese Tendenz begünstigt? Einfach Populist zu sein, dürfte für diese „Werteverschiebung“ nicht genügen, denn das sind sie doch alle, von ganz links bis ganz rechts...

USA wollen noch mehr Daten - Gigantische Datenmenge schützt Individuum

Der „Big Brother“ aus George Orwells († 1950) düsterer Utopie „1984“ könnte schon bald Realität sein: Die US-Regierung unter Präsident Obama will den Geheimdiensten erlauben, weltweit jede Online-Kommunikation abzuhören. Das Gesetz soll 2011 in Kraft treten. (HEUTE)

Keine Sorge: "Big Brother" sorgt durch den gigantischen Anfall von Daten schon wieder für einen gewissen Schutz des Bürgers. Es kann ja nur im Anlassfall darauf zugegriffen werden, ein genereller Datencheck - auch elektronisch - ist unmöglich. Der "kleine Mann auf der Straße" braucht sich also nicht zu fürchten, dass der Strafzettel in Österreich oder sein Erotic-Chat mit einer jungen Thai irgend jemanden interessieren...