Freitag, 29. April 2011

Neuer Integrations-Staatssekretär Kurz floppt bei der Jugend

Der neue Staatssekretär für Integration, der 24-jährige Sebastian Kurz (ÖVP), sieht sich für seine neue Aufgabe gewappnet, denn trotz seines geringen Alters sei er schon jahrelang in der Politik. Das Thema Integration will er vor allem über junge Menschen gewinnen, kündigte Kurz im Ö1-Interview an. (ORF-News)

Vizekanzler, Außenminister und ÖVP-Chef Michael Spindelegger könnte mit seiner Strategie, den Sunnyboy Kurz gegen Strache in Stellung zu bringen, unerwartet Probleme kriegen. Die Jugend lehnt den jungen Spitzenverdiener - man kann es ruhig so deutlich sagen - rundweg ab. Wenn das so bleibt, hat das schwarze Regierungsschiff noch vor dem eigentlichen Auslaufen Schagseite bekommen.

Auch was die anderen neuen Regierungsmitglieder angeht, gibt es mehr Skepsis als Zustimmung. Absolut kein gutes Omen für eine flotte Vorausfahrt, wie vollmundig angekündigt. Harmonie-Getue und Zweckoptimismus auch vom Kanzler. Faymann bezeichnet seinen Co als idealen Begleiter in Zeiten wie diesen. Doch Bussi-Bussi-Statements werden nicht wirklich weiterhelfen.

Der Austausch von Zärtlichkeiten wird schon bald von der grausamen Realität unterbunden werden. Die kontroversiellen Standpunkte zu großen Themen wie Schule, Bundesheer und Verwaltungsreform werden die gegenwärtige liebevolle Umarmung mehr und mehr zum ungeordneten Handgemenge verkommen lassen. Dazu gibt die verheerende Budgetsituation Anlass zur Sorge: Die Neuverschuldung ist auf ein 15-Jahre-Hoch angewachsen. Allein der der jährliche Zinsendienst liegt bei 10 Milliarden.

Dienstag, 26. April 2011

Bundesheer in der Dauerkrise: Darabos statt Wehrpflicht abschaffen...

Die größte Zeitung des Landes, die Krone aller Printmedien, tritt aus völlig unverständlichen Gründen für die krausen Ideen des Wehrdienstverweigerers und Kriegsministers Darabos ein. Diese kuriose Kombination ist an sich schon ein Witz, wie er nur in Österreich real sein kann. Einen Mann ohne jede Ahnung von der Materie hält man für fähig, den größten militärischen Umbau Österreichs zu planen und zu vollziehen.

Nur weil das Bundesheer unter seiner Führung völlig verkommen ist, will man es jetzt abschaffen, statt es gründlich zu reformieren. Darabos hat sich von einem Skandal zum anderen gehantelt: Die Eurofighter-Verhandlungen hat er völlig vermurkst, das absolut ineffiziente Heeresspital hat er nicht in den Griff bekommen, die Kasernen als Ganzes sind vielfach nur noch Bauruinen - um nur einige Beispiele zu nennen.

Muss man eine wichtige Institution, die wegen schlechtem Management nicht erfolgreich ist, einfach schließen? Muss die an sich sinnvolle Wehrpflicht abgeschafft werden, nur weil der betreffende Minister unfähig ist? Wenn das so wäre, müsste man auch die Schulpflicht abschaffen, nur weil der gesamte Bildungsbereich vor sich hin marodiert...

Montag, 25. April 2011

Jeder dritte Schüler kann nicht lesen: Niedergang eines entwickelten Landes

Jetzt zeigt ein EU-Bericht unmissverständlich auf, wie Österreich wirklich bildungspolitisch dasteht. Nur jeder dritte Schüler kann lesen. Nur die Bulgaren und Rumänen liegen hinter unserem nur scheinbar entwickelten Land. Was das bedeutet, sollte jedem, der das hier lesen kann, klar sein: Nicht lesen zu können, heißt nichts anderes als keine Chancen auf einigermaßen optimale Ausbildung zu haben. Da wächst also ein Generation heran, die nichts dafür kann, dass sie gewaltige Probleme bekommen wird und mit ihr das gesamte Land. Zum Nicht-lesen-können kommt natürlich auch das Nicht-schreiben-können, das Nicht-beherrschen der Landessprache, das Nicht-integrierbar sein - ein ganzer Rattenschwanz an negativen und zum Teil gefährlichen Begleiterscheinungen. Man kennt solche Entwicklungen aus den Vorstädten von Paris. Wo die verbale Kommunikationsfähigkeit versagt, beginnt die Gewalt.

Das Schlimme am aktuellen Zustand ist, dass es in Österreich neben der Bildung noch andere Großbaustellen gibt: die Justiz ist (personell und räumlich) nicht mehr in der Lage für Recht und Ordnung zu sorgen, Verfahren ordentlich abzuwickeln, das Gesundheitswesen ist schwer krank, das Pflegeproblem völlig ungelöst, auch mit dem Pensionssystem kann es so nicht weitergehen, die Integrationsfrage bleibt weiterhin unbeantwortet. Eine Vielzahl weiterer Mega-Probleme wie Staatsverschuldung, Verwaltungsreform, rein technischer Umbau der Schulen für den Ganztagsbetrieb... scheinen auch nach vielen Jahren unlösbar zu sein.

Dier Niedergang eines Landes zeichnet sich mehr und mehr ab, aber es gibt immer noch Stimmen, die sagen, es sei halb so schlimm. Der aktuell festgestellte Bildungs-GAU ist hausgemacht und nur die Spitze des Eisbergs. Und wie geht es denen, die für diese katastrophale Situation verantwortlich sind? Österreichs Politiker verdienen (jederzeit überprüfbar) weltweit am meisten - an der Spitze unser Bundespräsident mit höheren Aktiv- und danach Pensions-Bezügen aus Steuermitteln als sein US-Kollege Obama.

Wir schnappen uns dieses marode Europa - die schwache EU wird uns daran nicht hindern...

Hat sich der dekadente Westen schon mal überlegt, wie unsere "liberale" Moral auf andere Kulturen wirkt? - Aber konzentrieren wir uns auf Europa, wo wir meinen, gut unterwegs zu sein. Nur ein Beispiel: Auf den Philippinen ist es verpönt, in der Öffentlichkeit zu knutschen, geschweige denn in der U-Bahn (zuletzt in Wien) zu ficken. Kommentar einer Boulevardzeitung: Es gibt Wichtigeres als diesen Spaß... Scheidungen sind auf den Philippinen nicht möglich, Kinder werden nicht (legal) abgetrieben, die Familien halten zusammen, von der Uroma bis zum Enkerl, niemand geht alleine den oft beschwerlichen Weg ins Alter. Bescheidenheit, Freundlichkeit und Dankbarkeit bestimmen den Alltag.

Dann kommen sie - weitgehend ahnungslos - zu uns ins gelobte Land und sehen, was den liberalen Westen kennzeichnet: freie Sexualität, Schamlosigkeit, Pornografie, Prostitution, Drogenexzesse, Kinder und Jugend ohne Perspektiven, ausgebrannte Lehrer, Eltern, Ärzte, extreme Probleme der Justiz, im Bildungswesen und in der Pflege... Und die nach außen gezeigte Spaßgesellschaft vergisst auf die, die längst an ihrer Freiheit zugrunde gegangen sind... Natürlich ist die Vermischung der Kulturen ein schmerzhafter Prozess - für beide Seiten. Denn auch die Erneuerer müssen Federn lassen. Zu groß ist die Versuchung, den Verlockungen der Freiheit nachzugeben.

Auf der anderen Seite Fanatiker mit dem hehren Ziel, dieses marode Europa zu missionieren. Jedes Mittel ist ihnen recht, um uns zur Erneuerung zu zwingen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Und diese "Prediger" und Terroristen sind gut unterwegs, denn die Demokratien mit ihren Kerzerlmarschierern haben ihnen wenig entgegen zu setzen. So bauen sie Islamische Zentren, autonome Vielzweck-Gebilde, die als Brückenkopf einer weiteren ideologischen Durchdringung des "Gastlandes" dienen. Österreich ist auf dem Weg nach Europa dafür bestens geeignet, weil der Islam längst staatlich anerkannt ist. Von hier aus kann man völlig unbehelligt operieren und weiter nach und in den Westen vorstoßen.

Aber eins muss klar sein: Wo ein moralisches und ethisches Vakuum besteht, ist die Versuchung groß, dieses mit eigenen Dogmen zu füllen. So gesehen ist es völlig natürlich, was passiert. Die vitalerer Spezies verdrängt die dekadente. Was den Biologen freut (erwünschte Genvermischung), ist dem Ideologen extrem zuwider. Und bis die träge EU merkt, was vor sich geht, ist das Abendland, so wie wir es kennen, längst verloren...