Freitag, 10. Juni 2011

Den Roten ins Stammbuch: Farbe Rot macht vorsichtig

Zurückschrecken und Unterwürfigkeit aufgrund der Evolution.

Die Sozis bauen immer noch auf ihre "Firmenfarbe" und reproduzieren sie zumindest in Wien penetrant, wo es nur geht, bis hin zu den U-Bahn-Sitzen. "Revolutionäre" Farbbotschaften kommen aber in einer beruhigten, demokratischen Umgebung nicht mehr so gut an...

Hanover/Neu Isenburg/Bettendorf (pte/09.06.2011/13:55) Die Evolution ist schuld daran, dass Stopp- und Warnsignale meist Rot sind und Kampfsportler mit roten Trikots einen leichten Vorteil haben. Das behaupten Gehirnforscher vom Dartmouth College http://dartmouth.edu in der Zeitschrift "Psychological Science". "Das Meidungsverhalten und die Unterwürfigkeit, die Rot auslöst, stammt scheinbar aus einer vererbten psychischen Veranlagung. Denn ein rötliche Gesicht des Gegenübers deutet auf starke Erregung und macht vorsichtig", so Studienleiter Jerald D. Kralik.
Affen verzichten auf Leckerbissen

Die Forscher machten dazu Verhaltenstests mit Rhesusaffen-Männchen. Jeweils zwei Personen legten diesen ein Apfelstück vor und gingen dann zwei Schritte zurück. Fast immer griffen die Affen zu und verschwanden mit seiner Beute, wobei es egal war, ob die durchführenden Personen männlich oder weiblich waren und auch ob sie grüne oder blaue Kleidung trugen. War ein Kleidungsstück jedoch rot, ließen die Affen die Mahlzeit meist liegen, was die Forscher als erhöhten Respekt deuten.

Die Farbpsychologin Karin Hunkel http://farb-gefuehl.de erklärt das Ergebnis durch ein Phänomen der Physik. "Rot ist die langwelligste Farbe und wird deshalb am schnellsten und stärksten wahrgenommen. Es könnte sein, dass die Affen die anderen Farben gar nicht gesehen haben", so die Expertin im pressetext-Interview. Rot stecke deshalb in allen Warnschildern und sei auch die erste Farbe, die Babys im Mutterleib sehen oder nach der sie später greifen.

Feuer und Blut statt Kommunikation

"Rot ist Feuer und Blut. Auch wenn wir das Feuer gebändigt haben, brennt es trotzdem immer wieder, und viele sind bei Blut wie gebannt", erinnert Farbforscher Harald Braem http://haraldbraem.de gegenüber pressetext. Rot wird von der linken Gehirnhälfte verarbeitet, sorgt für Adrenalin und leichtes Schwitzen. Die Aufmerksamkeit des Publikums bekommen selbst kleine Rotflächen immer - daher auch die Farbwahl des Tuches beim Stierkampf. "Für den farbenblinden Stier ist hingegen nur die Bewegung entscheidend", so Braem.

Beide Farbexperten mahnen zur Vorsicht gegenüber zuviel Rot. "Es macht aggressiver und bringt das Wutpotenzial hoch. Während unsichere Menschen durch rote Kleidung auf festeren Beinen stehen, sollten aggressiv Veranlagte deshalb lieber andere Farben wählen", so Hunkel. Braem rät Frauen, sparsam mit Rot umzugehen. Zuviel Kraft stecke in der Farbe, die Männer zwar hingucken lässt, doch jegliche Kommunikation verunmöglicht (siehe: http://pressetext.com/news/20081028038 ). "Rot ist Eye-Catcher und versetzt in höchste Alarmbereitschaft. Im Supermarkt wird das überstrapaziert."

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion

Dienstag, 7. Juni 2011

Wiener Sozialisten sind nicht mehr Herr der Lage: Die massive Eigenlobwerbung kann nicht alles dauerhaft zudecken

Krisenzentren für Jugendliche völlig überfüllt - aber der Wiener Bürgermeister betont bei jeder Gelegenheit: Bei uns wird niemand allein gelassen...

'Bericht der Schande' - 05.06.2011, krone.at

Schwere Missstände deckt die Volksanwaltschaft in den Wiener Krisenzentren auf. In diesen Einrichtungen des Magistrats sind Minderjährige untergebracht, die zu Hause nicht mehr sicher sind. Die Häuser platzen aus allen Nähten. Kinder müssen in Notbetten auf dem Gang schlafen.

Statt sechs bis acht sind die meiste Zeit bis zu zwölf Kinder und Jugendliche in den Zentren untergebracht. Wegen der hohen Arbeitsbelastung laufen die altgedienten Sozialpädagogen in Scharen davon. Ersetzt werden sie immer öfter durch Hochschulabgänger ohne Berufserfahrung. "De facto können die fachlichen Standards (fünf Jahre Berufserfahrung) nicht mehr eingehalten werden", schreibt Volksanwalt Peter Kostelka in seinem Prüfbericht.

Weiter heißt es: "Die untergebrachten Minderjährigen finden kaum mehr vertretbare Bedingungen vor." Gerade in Zeiten, in denen sie viel Zuwendung benötigen würden, ist kaum Hilfe da. Kostelka warnt vor einem Kollaps, sollten sich die Bedingungen nicht rasch ändern. Er fordert die Gemeinde auf, mehr Wohngemeinschaften zu schaffen. "Die hohe Qualität der Krisenabklärung sollte nicht aus budgetären Überlegungen gefährdet werden."

ÖVP: "Bericht der Schande"

Von einem Bericht der Schande spricht ÖVP- Gemeinderätin Ines Anger- Koch. "Dass Kinder in Notsituationen Opfer der Sparpolitik werden, ist skandalös. Christian Oxonitsch als zuständiger Stadtrat muss sofort handeln." Die Zentren unterstehen der MAG 11.

Es sind Einrichtungen für Mädchen und Burschen im Alter von 3 bis 18 Jahren. Sie bleiben so lange dort, bis Pflegeeltern oder eine andere Unterbringung gefunden sind.

Montag, 6. Juni 2011

Justiz will mit Hilfe von Grasser ihr Image aufpolieren

Keine Frage: Es gilt nur eine SchuldVERMUTUNG. Gäbe es eine Unschuldsvermutung müsste nicht weiter nachgeforscht werden. Oder? Grasser ist ein echter Österreicher, der (unschulds)vermutlich eine ganze Menge Dreck am Stecken hat. Und gerade er kommt jetzt zum Handkuss, weil die Justiz gravierende Imageprobleme hat. Da müsste man halb Österreich einsperren. O.k., Grasser war Finanzminister und müsste eine Vorbild sein. Das ist aber schon der einzige Unterschied. Wenn Grasser zudem noch (mafioser) Tierschützer wäre, könnte ihm wirklich niemand mehr helfen...

Gül-Entscheidung gegen kompetente Frau: Kein Wunder, dass die Türkei in ganz Europa unbeliebt sind...

So werden die Türken ihr EU-Ziel nie erreichen - erst wird der Botschafter gegen sein Gastland ausfällig und dann das: Die türkische Regierung schoss Ursula Plassnik als OSZE-Generalsekretärin ab.

© Reuters

Dieses Veto erregt Österreich. Wie berichtet, verhinderte die Türkei die Kür der früheren Außenministerin Ursula Plassnik zur OSZE-Generalsekretärin. Das Protokoll des Diplomaten-Krimis zeigt, wie brutal die Türken dabei vorgingen.

Billige Retourkutsche und die Ablehnung einer Frau
Vizekanzler Spindelegger reagiert in ÖSTERREICH scharf: Es handle sich um eine Retourkutsche, weil Plassnik die EU-Beitrittsbestrebungen kritisch sah. Aber: Inoffiziell ist auch davon die Rede, dass die Türken Probleme mit einer Frau an der OSZE-Spitze haben.

Unter Diplomaten lautet jetzt die Devise: Wir schlagen zurück. Türkische Kandidaturen werden ebenfalls blockiert. Außenminister Spindelegger wollte das nicht bestätigen, macht aber klar: Österreich stehe einem EU-Beitritt der Türkei jetzt noch kritischer gegenüber. Sprich: So wird die Türkei nie EU-Mitglied. Der Vizekanzler verlangt sofort eine Sondersitzung der OSZE.

Außenminister Ahmet Davutoglu kontert: Das Hayir (Nein) aus Ankara richte sich nicht gegen Österreich – sondern gegen die Türkei-kritische Plassnik. Hier das Protokoll des türkischen Eklats:

● Gül in Wien – alles paletti. Seit Monaten pushen Spindelegger und Kanzler Werner Faymann Plassnik. Mit Erfolg: USA, Russland, Großbritannien – alle wollen die 1,90-m-Kärntnerin. Der türkische Präsident Gül lenkt ein: Bei seinem Wien-Besuch am 2. Mai sagt er zu Spindelegger: Wien und Ankara werden einander nicht blockieren.

● OSZE-Vorsitz will Plassnik. Der litauische OSZE-Vorsitz sagt letzte Woche informell: „Wir wollen Plassnik.“ Die Folge: hektische Telefonate. Davutoglu teilt Spindelegger mit, dass er sein Veto einlegen werde. Spindelegger telefoniert dreimal mit Davutoglu, versucht ihn umzustimmen – vergeblich.

● Aus per Brief. Am Freitag langt ein Brief Davutoglus beim litauischen Außenminister Audronius Ažubalis ein; Er erklärt informell sein Nein zu Plassnik.

● Fischer ruft Gül an. Bundespräsident Heinz Fischer greift am Samstag zum Telefon und erinnert Gül an dessen Ankündigung. Und blitzt ab: Gül stellt sich hinter seine Regierung.

● OSZE-Kür auf Eis. Am Sonntag der letzte Akt. OSZE-Sprecherin Virginie Coulloudon bestätigt gegenüber ÖSTERREICH: Die Nominierung Plassniks ist gestoppt. Coulloudon sagt zwar, dass Plassnik neben dem Italiener Lamberto Zannier, den Lissabonner Ex-Bürgermeister Joao Soares und dem Türken Ersin Ercin weiter Kandidatin sei. Doch das ist nur mehr Theorie.
((oe24.at))

RTL-Boss Zeiler rechnet ab: Kein Wunder, dass Politiker-Image am Boden (bleibt)

Jetzt könnten wir Österreicher für den maroden ORF den Besten haben, aber der Politik ist er einfach zu gut...

TV-Boss über ORF & Wrabetz
Er tritt nicht als ORF-General an und gibt Politik Schuld dafür.

© RTL/oe24

Am 9. August wird der neue ORF-Chef gewählt. Seit gestern hat der amtierende General Alexander Wrabetz (50) keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten mehr. In einem „profil“-Interview blies Gerhard Zeiler (schon zwischen 1994 und 1998 ORF-Boss) seine Kandidatur ab – und teilte Richtung Politik aus (siehe unten).

Zeiler (immerhin Sekretär von zwei SPÖ-Kanzlern) sollte als Kandidat der ÖVP (!) gegen SPÖ-Mann Wrabetz ins Rennen geschickt werden. Bei Sondierungsgesprächen bei Politikern in den letzten Wochen in Wien hatte er aber festgestellt, dass er chancenlos ist. Zeiler (verdient 2,1 Millionen Euro im Jahr – sechsmal so viele wie Wrabetz) bleibt nun CEO der RTL-Group (41 TV-Stationen in 10 Ländern).

Zeiler: "Nicht Herr im eigenen Haus"

Über seine geplante ORF-Kandidatur: Ja, ich gebe zu: Ich habe überlegt, mich als ORF-Generaldirektor zu bewerben. Die Gründe dafür waren relativ einfach: Ich bin mit Leib und Seele Österreicher ... Die Aussicht, dem ORF bei der Bewältigung seiner nicht unbeträchtlichen Probleme helfen zu können, hat mich durchaus überlegen lassen.

Warum er aufgibt: Ich habe schon nach wenigen Gesprächen erkannt, dass es bei der Frage, wer der nächste ORF-Generaldirektor werden soll, wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt.

Seine Treffen mit Politikern: Ein Gespräch mit dem Bundeskanzler hat es gegeben. Das war im Frühjahr 2009, als er Alexander Wrabetz los werden wollte. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, den ORF zu führen. Damals war meine Antwort: Wenn es wirklich ein breiter Wunsch wäre und man den ORF so führen könnte, dass er erfolgreich sein kann, würde ich es mir überlegen. Dann habe ich nichts mehr gehört – bis heute.

Über die ORF-Führung: Es ist ein Problem, wenn eine ORF-Führung heute nicht Herr im eigenen Haus ist und glaubt, nur dann gewählt zu werden, wenn sie politische Postenbesetzungen akzeptiert. Das schadet dem Unternehmen nachhaltig.

Über Freiheit im ORF: Das Problem, dass die Politik Einfluss auf die wesentlichen Positionen des ORF-Personals nimmt, gab es schon immer. Aber in den meisten Perioden reichte das nur bis zur Direktionsebene und nicht noch zwei Ebenen weiter nach unten.

Ob es einen unpolitischen ORF geben kann: ... Da gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Je nördlicher, etwa in Skandinavien oder Großbritannien, desto unabhängiger sind die öffentlichrechtlichen Unternehmen. Je südlicher, desto regierungslastiger sind sie. Österreich ist diesbezüglich ein sehr südliches Land.

Seine eigene Wahl 1994: Ich habe keine Partei gefragt, als ich meine Direktoren ausgesucht habe, sondern ich habe die Parteien darüber informiert.

Wie er jetzt VP-Kandidat wurde: ... Bei diesen Gesprächen gab es kein einziges unmoralisches Angebot. Mir wurde gesagt: Wir würden uns freuen, wenn Sie es sich überlegen und kandidieren. Wir erwarten von Ihnen nicht, dass Sie uns irgendwelche Personalwünsche erfüllen.

Über den Zustand des ORF: Der ORF hat ein kreatives Problem, er hat ein finanzielles Problem und er hat strukturelle Probleme. Aber alle diese Probleme sind lösbar.

Über seine TV-Philosophie: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk darf nicht schwanken zwischen seinem Auftrag im Bereich Kultur, Nachrichten und Dokumentation und dem Unterhaltungsauftrag auf der anderen Seite. Nur wenn man beide Seiten bedient ... kann öffentlich-rechtlicher Rundfunk erfolgreich sein.

Über den heutigen Kurier-Chefredakteur: Helmut Brandstätter hat es leider nicht überwunden, dass ich ihn als Geschäftsführer von n-tv absetzen musste, weil es sonst diesen Sender heute nicht mehr geben würde.