Freitag, 17. Juni 2011

Gute Nachrichten: Wo baden Sie am saubersten?

EU zeigt nur drei heimischen Badeseen "Rote Karte"

Die Wasserqualität von Österreichs Badeseen und Flussbädern ist im Vorjahr erneut gestiegen - gemessen an den EU-Mindeststandards. 265 der 268 untersuchten Gewässer erfüllen die hygienischen EU-Mindestvorgaben. Nur drei davon finden sich auf der "roten Liste" und erfüllen die Sauberkeits-Kriterien nicht. Im Jahr 2009 verfehlten noch sieben Gewässer die Mindeststandards.

Das geht aus dem am Donnerstag von der EU-Kommission vorgelegten jährlichen Bericht zur Qualität der Badegewässer in Europa hervor. EU-weit liegen die österreichischen Gewässer bei der Sauberkeit im Spitzenfeld. Prozentuell gesehen erfüllten im Vorjahr damit 98,9 Prozent der österreichischen Badegewässer die EU-Mindestvorgaben. Im Jahr 2009 waren "nur" 97,4 Prozent sauber genug. Gesunken ist allerdings die Zahl jener Binnengewässer, die die strengeren freiwilligen EU-Leitwerte erfüllen - von 200 (74,6 Prozent) im Jahr 2009 auf 185 (69 Prozent).

Die verpflichtenden Kriterien nicht erfüllt hat wie auch schon in den Jahren davor das Langenloiser Flussbad am Kamp. Ebenfalls die "Rote Karte" bekam der Zicksee im Burgenland, nachdem dieser 2009 sauber genug gewesen war. Erstmals seit 2007 war auch wieder ein Bad im Neusiedlersee laut EU nicht sauber genug. Bei der Messstelle Neusiedl wurden die verpflichtenden Kriterien nicht erfüllt, an allen anderen Messstellen des burgenländischen Sees lagen die Werte aber im Bereich der Mindeststandards.

Die größten Abweichungen von den EU-Standards wiesen Irland, Polen und Belgien auf. In Irland entsprachen 22,2 Prozent der Binnengewässer nicht den EU-Mindeststandards, in Polen 16,7 Prozent und in Belgien 13,6 Prozent. Ebenfalls ein hohes Maß an "durchgefallenen" Binnengewässern wiesen die Niederlande (13,1 Prozent) auf.

Bei den Küstenbädern sind jene von Slowenien, Litauen und Zypern am saubersten. Dort entsprach die Wasserqualität zu 100 Prozent den strengen freiwilligen Kriterien. Hoch ist die Qualität der Küstengewässer auch in Kroatien (97,3 Prozent erfüllten die freiwilligen Kriterien), in Malta (95,4) und Griechenland (94,2). In Italien erfüllen 77 Prozent der Küstengewässer die strengen EU-Leitlinien, 1,2 Prozent der Seebäder fielen durch.

Insgesamt hat die Badewasser-Qualität (Binnen- und Küstengewässer zusammen) in der gesamten EU leicht nachgelassen. Dennoch entsprachen im Jahr 2010 etwa 92 Prozent der Küstengewässer und 90 Prozent der Binnengewässer den Mindestqualitätsstandards. Nur 1,2 Prozent der Küstengewässer und 2,8 Prozent der Binnengewässer erfüllten die zwingenden Werte nicht. Die übrigen Gewässer konnten wegen fehlender Daten nicht eingestuft werden.

An den Küsten hat sich die Wasserqualität zwischen 2009 und 2010 insgesamt verschlechtert: Die Zahl jener Seebäder, die den Mindestkriterien entsprachen, ging um 3,5 Prozent zurück. Noch höher war der Rückgang jener Gewässer, die den hohen freiwilligen Werten entsprachen (minus 9,5 Prozent). Auch im Binnenland hat die Wasserqualität nachgelassen, das zeigte sich vor allem daran, dass rund zehn Prozent weniger Gewässer die höheren freiwilligen Kriterien erfüllten als noch 2009. Die Zahl jener Badegewässer, die den Mindestanforderungen entsprachen, blieb hingegen fast unverändert.

Er freue sich, "dass die Qualität der europäischen Badegewässer weiterhin gut ist, auch wenn noch Verbesserungsbedarf besteht", sagte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. "Ich möchte die Mitgliedstaaten auffordern dafür zu sorgen, dass der geringfügige Abwärtstrend vom vergangenen Jahr wieder in eine Verbesserung umgekehrt wird", so der Kommissar.

© APA

Sonntag, 12. Juni 2011

Mehr Info nötig: Grüne wollen Noten abschaffen - Klares Nein von Schmied

Neuer Vorstoss

Einfach dagegen sein ist zu wenig - mehr Informationen sind nötig: Welche "international erfolgreichsten Schulsysteme" kommen ohne Noten aus?

((krone.at))
Ein Zeugnis ohne Noten? Das jedenfalls fordern die Grünen und starten nun mit einem Entschließungsantrag einen neuen Vorstoß zur Abschaffung der Einser bis Fünfer. Die Beurteilung soll nur noch verbal und von externen Experten vorgenommen werden. Für Unterrichtsministerin Claudia Schmied ist das "so nicht denkbar".

"Die international erfolgreichsten Schulsysteme kommen ohne Noten aus. Die Ziffernnoten sind ungerecht und sagen nur bedingt etwas aus", so der grüne Bildungssprecher Harald Walser. Mit einem Entschließungsantrag wagt er nun einen neuen Vorstoß zur Abschaffung der Noten. Vorerst nur in der Volksschule, "auf lange Sicht aber in allen Schultypen".

Beurteilung von Experten statt von Lehrern

Die Leistung der Kinder soll stattdessen etwa mit Pensenbüchern - Kataloge, die Lernziele und Fortschritte beinhalten - gemessen werden. Außerdem solle, so Walser, die Beurteilung der Kinder nicht mehr von den eigenen Lehrern, sondern von externen Experten, etwa dem auch für PISA zuständigen BIFIE- Institut, durchgeführt werden. Woher das Geld dafür kommen soll, ist noch nicht klar.

Bist du auch für die Abschaffung der Schulnoten? Stimm ab in der Infobox!

Für Unterrichtsministerin Schmied ist eine komplette Abschaffung der Schulnoten kein Thema. Sie plädiert für eine verbale Ergänzung und vermehrtes Feedback.