Bern (pte/26.08.2011/13:50)
SVP provoziert erneut mit untergriffigen Inseraten
Bischofskonferenz kritisiert Pauschalanschuldigung gegen Kosovaren
Die Schweizer Volkspartei (SVP) http://www.svp.ch hat schon des Öfteren mit populistischen Inseraten für Aufsehen gesorgt. Jetzt schaltet die Partei eine Anzeige mit dem Titel "Kosovaren schlitzen Schweizer auf" in diversen eidgenössischen Medien. Die Schweizer Bischofskonferenz http://www.bischoefe.ch kritisiert die Kampagne und fordert Medien auf, die Hetzschrift nicht zu veröffentlichen. Der Chef des Schweizer Presserats http://www.presserat.ch , Dominique von Burg, sieht die Angelegenheit im Gespräch mit pressetext etwas differenzierter.
Unterschiedliche Reaktionen
Das Inserat der SVP wirbt für die Volksinitiative "Masseneinwanderung stoppen". Im Inserat werden tragische Einzelschicksale ausgeschlachtet. Der kurze Text berichtet von zwei Schweizern, die von Kosovaren mit Messern angegriffen worden sind. Die Überschrift suggeriert, dass solche Verbrechen häufig vorkommen. Diese Pauschalverdächtigung erweckte auch die Aufmerksamkeit der Schweizer Bischofskonferenz. "Die Publikation dieses Inserates stellt einen erneuten Dammbruch in der politischen Kultur der Schweiz dar", heißt es in einer Aussendung. Die Bischöfe kritisoeren Medien, die die Anzeige veröffentlichen.
"Ohne für den Presserat zu sprechen, bin ich für ein sehr hohes Maß an Freiheit bei politischen Inseraten. So wird ein Thema Teil des gesellschaftlichen Diskurses. Das ist besser, als Diskussionen künstlich zu unterbinden. Natürlich liebe ich solche Inserate nicht, aber die Meinungsfreiheit geht normalerweise vor", sagt von Burg. Für Fälle, in denen die Politik doch über die Stränge schlägt, gibt es adäquate Mittel. "Es bleibt immer noch der juristische Weg. Betroffene können Anzeige erstatten", so von Burg. Der Presserat selbst ist für Inserate nicht verantwortlich. Er beschäftigt sich ausschließlich mit redaktionellen Inhalten.
Freitag, 26. August 2011
Donnerstag, 25. August 2011
AKH - das kranke Haus
Aus der Postmappe:
"Habe gerade einen Brief vom AKH wegen einer Terminverschiebung (Überlastung) bekommen und gleich angerufen, weil der Termin nicht passt. Anfangs hat unter der angegebenen Nummer niemand abgehoben, schließlich konnte ich nach mehrmaligem Hin-und-her-Verbinden einen neuen Termin bekommen. Ich kann es kurz machen - mein Eindruck: In diesem kranken Haus geht es drunter und drüber. Die gestressten Mitarbeiter (und die Patienten) können einem nur leid tun..."
"In den Ambulanzen trifft man praktisch nur auf "Lehrlinge", erfahrene (teure) Ärzte sind dort Mangelware. Diese bedauernswerten "Jugendlichen" fragen eher dich nach deiner Meinung als selbst eine zum Problem zu haben. Wegen jedem Schmarrn wird man zu externen Ärzten geschickt, was in den Ambulanzverträgen mit den Versicherern nicht so vorgesehen ist. Die enthalten nämlich nicht nur die (relative preiswerte) Diagnosestellung, sondern auch die Behandlung... So hat mir das mal der Chef der SVA Salzburg erklärt. (Auch) das AKH versucht natürlich aus Kostengründen, für die Pauschale möglichst wenig Leistung zu erbringen..."
"Habe gerade einen Brief vom AKH wegen einer Terminverschiebung (Überlastung) bekommen und gleich angerufen, weil der Termin nicht passt. Anfangs hat unter der angegebenen Nummer niemand abgehoben, schließlich konnte ich nach mehrmaligem Hin-und-her-Verbinden einen neuen Termin bekommen. Ich kann es kurz machen - mein Eindruck: In diesem kranken Haus geht es drunter und drüber. Die gestressten Mitarbeiter (und die Patienten) können einem nur leid tun..."
"In den Ambulanzen trifft man praktisch nur auf "Lehrlinge", erfahrene (teure) Ärzte sind dort Mangelware. Diese bedauernswerten "Jugendlichen" fragen eher dich nach deiner Meinung als selbst eine zum Problem zu haben. Wegen jedem Schmarrn wird man zu externen Ärzten geschickt, was in den Ambulanzverträgen mit den Versicherern nicht so vorgesehen ist. Die enthalten nämlich nicht nur die (relative preiswerte) Diagnosestellung, sondern auch die Behandlung... So hat mir das mal der Chef der SVA Salzburg erklärt. (Auch) das AKH versucht natürlich aus Kostengründen, für die Pauschale möglichst wenig Leistung zu erbringen..."
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