Donnerstag, 6. Oktober 2011

Faymann als Inserent: Schuldvermutung statt Unschuldsvermutung?

Neuer Hinweis auf Kooperation Faymann-Asfinag                                                                               
In der Inseraten-Affäre ist nun ein weiterer Hinweis auf Medienkooperationen zwischen dem Kabinett des damaligen Infrastrukturministers und heutigen Bundeskanzlers Faymann und der Asfinag veröffentlicht worden. Die "Presse" berichtet von einem internen Aktenvermerk, der auf entsprechende Absprachen hindeutet.


Der Aktenvermerk sei datiert mit 26. Juni 2007, und darin heiße es: "Die Unternehmenskommunikation (Marc Zimmermann) wurde vor etwas mehr als zwei Wochen von Alois Schedl ersucht, als Ansprechpartner für Medienkooperationen zu fungieren, die das Kabinett von BM Faymann initiiert (hat) und das Thema Infrastruktur (. . .) zum Inhalt haben." Es werden laut "Presse" Kooperationen angeführt, die "seitens des Kabinetts von BM Faymann geschlossen" wurden, und zwar mit "Österreich", der "Kleinen Zeitung", "Heute" und dem Magazin "Gewinn". Zimmermann, der nicht mehr bei der Asfinag beschäftigt ist, bestätigte das gegenüber der Zeitung: "Herr Schedl hat mich gebeten, Inhalte für die Kooperationen zu liefern. Das war ein ganz normaler Job."
Asfinag-Vorstand Alois Schedl hatte schon Ende September im Zusammenhang mit einer angeblichen Rechnung eines Magazins an die Asfinag mit dem Betreff "Ihr Auftrag lt. Hr. Faymann" betont, dass alles korrekt abgelaufen sei und verteidigte eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit dem Verkehrsministerium. Außerdem erklärte er, dass es keine Inseratvergaben am Vorstand vorbei gegeben habe.
Faymann hatte zuletzt etwa im Nationalrat vor einer Woche jedes persönliche Fehlverhalten bezüglich der Schaltung von Inseraten in seiner Zeit als Infrastrukturminister zurückgewiesen.
© APA  (gmx)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Zwei bildhübsche Mädels, ein paar Tausend Kilometer, quer durch die Staaten...

Die Journalistinnen Heidi und Nina couch-surfen mit einer Handvoll Dollar durch Amerika (von L.A. nach NYC) und stellen sich unterwegs den verrücktesten Aufgaben. Ein Voting entscheidet, was gemacht werden muss...
Heidi: "Bei einer Flasche Wein wurde optimistisch die Route festgelegt und am nächsten Morgen tief durchgeatmet. Was dabei rauskam, waren schlappe 2400 Kilometer mehr als wir dachten.



Und weil nur so von Ort zu Ort auf der Historic Route 66 rumzugurken, langweilig wäre, würzen wir das Ganze ein bisschen - mit Eurer Mithilfe.Stimmt ab welche Aufgaben wir in den 14 Staaten erfüllen müssen. Sollen wir uns in Arizona als Thelma and Louise verkleiden, einen Überfall begehen und auf der Flucht in den Grand Canyon rasen? Oder Ihr tragt uns auf, uns in Nashville bei einem Country-Gesangswettbewerb zu blamieren... Die Möglichkeiten sind mannigfaltig - Ihr entscheidet!"
http://typischich.at/home/blogs/reise/696657/Roadtrip-Der-Countdown-laeuft

Sonntag, 2. Oktober 2011

Portugal: Frau kämpft für Akzeptanz des männlichen Gliedes als Kunstobjekt

Penis-Statue sorgt in Portugal für Aufruhr                                                                               

Lissabon (dpa/gmx) - Eine Penis-Statue sorgt in Portugal für Aufruhr. Das 2,47 Meter hohe Werk war in der Stadt Aveiro, 250 Kilometer nördlich von Lissabon, am Eingang des Fischmarktes aufgestellt worden, um für die Internationale Keramik-Biennale Werbung (1. Oktober bis 13. November) zu machen.
Doch die Proteste waren so heftig, dass sich die Stadtverwaltung jetzt zur Entfernung des umstrittenen Kunstwerkes entschloss. "Spätestens bis Montag ist die Statue weg", sagte die Kulturstadträtin Maria da Luz Nolasco nach portugiesischen Medienberichten vom Freitag.
Verständnis für die empörten Bürger wollte sie allerdings nicht aufbringen. "Es ist fast so, als ob wir ins 19. Jahrhundert zurückgekehrt wären, als die Frauen sogar die Knöchel bedecken mussten und man selbst bei Kunstausstellungen keine Nacktbilder zeigen konnte", klagte sie. Man habe mit dem Werk der 37-jährigen Künstlerin Umbelina Barros niemanden beleidigen wollen, aber die Proteste zeigten, dass es in Portugal heutzutage noch viel Prüderie gebe.

Promotion

Bei der "Penis-Affäre" ging es aber nicht nur um Moral, sondern auch ums nackte Geschäft: Die Verkäufer des Fischmarktes, die in der großen Mehrheit Frauen sind, beklagten, ihre Umsätze seien nach der Aufstellung der Statue in den vergangenen Tagen stark zurückgegangen. "Die Kunden bleiben weg, weil die Statue vulgär und hässlich ist", sagte eine Sprecherin der Protestaktion.
Einer der Kunden, Silvério Jesus, schimpfte in Medienberichten: "Das ist ein Skandal, damit wird die Bevölkerung beleidigt und die Touristen bekommen ein völlig falsches Bild von der Stadt." Eine Zeitung schrieb, verschämte Eltern hätten auf Fragen von Kindern bei ihren Erklärungsversuchen aus dem männlichen Glied einfach "einen Baum gemacht". "In der Stadt ist dies das Gesprächsthema Nummer eins", schrieb am Freitag das Massenblatt "Correio da Manha".