Ein Skandal, wie die Pressefreiheit aktuell mit Füßen getreten wird, wenn es gegen Rechts geht. Die vereinigte Linke mobilisiert ihre kommunikativen Möglichkeiten, um nach den negativen Umfragen zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Natürlich gibt es den rechten Rand, aber es gibt auch den linken: Anarchos, Autonome, Hausbesetzer, Dauerdemonstrierer, jede Menge gewaltbereite Profi-Marschierer - und nicht zu vergessen, die ewig gestrigen Stalin-Fans, denen die Millionen Toten dieses Diktators egal sind. Wir leben in einer Welt der entsetzlichsten Greueltaten, wie jetzt gerade in Syrien - aber der Holocaust verteidigt sein Monopol auf Leid mit allen Mitteln...
APA von rechten Burschenschaften vereinnahmt
Hummel: Keine Meisterleistung für Pressefreiheit und Demokratie
Der umstrittene Wiener Korporations-Ball (WKR-Ball), der heute, Freitag, in der Wiener Hofburg stattfindet, verschafft der Austria Presse Agentur (APA) als einzigem Medium exklusiven Zutritt. Das hat der Vorsitzende des Ballkomitees und FPÖ-Landtagsabgeordnete, Udo Guggenbichler, in der Nacht auf Donnerstag im ORF in der Club-2-Diskussion "Wie rechtsextrem ist Österreich?" bekannt gegeben. Diese Instrumentalisierung durch das rechte Lager dürfte dem APA-Image als unabhängige Presseagentur nachhaltig Schaden zufügen. Denn die APA hat es bis dato unterlassen zu fordern, dass alle Medienvertreter zugelassen werden.
Keine Meisterleistung der APA
"Dass sich die APA von rechten Burschenschaften einvernehmen lässt und sich dazu nicht äußert, zeigt wenig politisch-moralisches Gespür des Managements. Erklärbar ist dieses Verhalten durch die ökonomischen Interessen", sagt Roman Hummel vom Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg http://uni-salzburg.at gegenüber pressetext.
Zur Rolle der APA führt der Medienexperte weiter aus: "Wenn nur ein einziges Medium zum Ball zugelassen ist, erschwert dies mangels Vielfalt die Bewertung der Berichterstattung." Es handelt sich laut Hummel weder um eine Meisterleistung noch um eine günstige Entwicklung für Pressefreiheit und Demokratie.
ORF würgt Thema ab
Das Thema der Akkreditierung von Journalisten, die es in bisherigen WKR-Bällen nicht gab, wurde in der hitzigen Fernsehdebatte von Ariel Muzicant, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, aufgeworfen. Muzicant, der den Ball zuvor als "Who is Who der Rechtsextremen und Nazi-Szene Europas" beschrieben hatte, kritisierte vor allem die fehlende Information über die teilnehmenden Gäste an das Innenministerium sowie an den Verfassungsschutz. "Dann wird dafür gesorgt, dass keine Journalisten auf den Ball kommen, um nicht darüber zu berichten", so Muzicant.
ORF-Moderatorin Eva Rossmann stellte daraufhin die Frage an Guggenbichler, ob Pressevertreter beim Ball eingelassen werden. Das Ballkomitee habe am Mittwoch aufgrund der zahlreichen Presseanfragen eine Entscheidung getroffen, so dessen Antwort. "Wir haben beschlossen, dass wir exklusiv die APA zulassen, und die APA dann die Information an alle anderen Medien weiterleitet. Damit ist eine objektive Berichterstattung durch die Presseagentur gewährleistet." Bevor Guggenbichler den eigentlichen Vorwurf ausformulieren konnte, wechselte ORF-Moderatorin Rossmann das Thema auf die internationale Vernetzung.
APA kein Störenfried
Per OTS-Presseaussendung am Donnerstagmittag http://bit.ly/xDg3dR wiederholte Guggenbichler die Ankündigung, dass allein die APA eingeladen ist. "Dadurch werden Österreichs Medien Zugang zu Informationen über den Ball haben. Hätten wir alle Medienvertreter zugelassen, wäre ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung nicht mehr gewährleistet. Nachdem wir nicht selektiv einige Medien ausschließen wollten, haben wir uns entschlossen, der APA die Exklusivrechte einzuräumen", so der WKR-Ball-Veranstalter.
Der APA-Genossenschafter ORF verkündete kurz darauf im Beitrag "WKR-Ball wirft seine Schatten voraus" im Wien-Channel von ORF ONLINE: "Erstmals sind heuer zu dem Ball auch Journalisten zugelassen. Der Ballausschuss gab im Vorfeld bekannt, die Austria Presse Agentur zur Berichterstattung einzuladen."
Seit die UNESCO kürzlich dem WKR-Ball das Fehlen von Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen vorgeworfen hatte - was den Verlust des "Weltkulturerbes" der Wiener Bälle zur Folge hatte - ist das Medieninteresse in Österreich enorm. Umstritten ist unter anderem das Festhalten der Veranstalter am Datum des 27. Januars. Dieser Tag wurde anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum Holocaust-Gedenktag deklariert. Wie bereits im Dezember 2011 beschlossen, wird der Ball am Freitag zum letzten Mal am Amtssitz des Bundespräsidenten stattfinden. Zurück geht dies auf die Initiative von Hofburg-Mitbetreiber Casinos Austria, der sich damit gegen jede Form von Extremismus ausspricht.
Samstag, 28. Januar 2012
Freitag, 27. Januar 2012
An BP Fischer: ...und was ist mit dem Völkermord an den Armeniern?
Die Gräueltaten an den Armeniern haben mehr als 20 Staaten als
Völkermord gemäß der UNO-Völkermordkonvention von 1948 eingestuft. Dazu gehören
Frankreich, die Schweiz, die Niederlande, Russland und Kanada. Österreich ist
nicht darunter. Die Türkei beharrt entschieden auf ihrer Position, wonach die
Vertreibung mit ihren Folgen nicht als Genozid zu bewerten ist.
Holocaust-Gedenken im Schatten des WKR-Balls
Bundespräsident Fischer hat anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Jänner deutliche Worte gegen jegliche Leugnung der Verbrechen in Auschwitz ausgesprochen. Es sei wichtig, aus Anlass des Jahrestags der Befreiung des KZ am 27. Jänner 1945 die "Verbrechen der Nationalsozialisten in Erinnerung zu rufen", so Fischer am Donnerstag.
Fischer appelliert insbesondere an junge Menschen. © APA (Archiv/Neubauer)
Fischer bezeichnete den Holocaust als ein "unfassbares, systematisch geplantes und organisiertes Verbrechen gegen die Menschheit, das unvergesslich bleiben wird". Wer Auschwitz leugne, verharmlose oder relativiere, schließe sich aus dem Kreis jener aus, "denen die historische Wahrheit, das menschliche Leben und die Menschenrechte wertvoll sind".
Die Überlebenden hätten "Zeugnis abgelegt über die Gräuel des nationalsozialistischen Völkermordes, und dafür sind wir ihnen dankbar". Der Bundespräsident appellierte "insbesondere an junge Menschen, sich für eine friedliche Welt einzusetzen, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass keinen Platz haben dürfen".
Auf den WKR-Ball am Freitagabend ging Fischer nicht konkret ein, dennoch steht das Holocaust-Gedenken in Österreich heuer im Schatten der Tanzveranstaltung von Burschenschaftern aller Couleurs.
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas nimmt den Holocaust-Gedenktag als "Auftrag, wachsam zu bleiben und uns beständig mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen", hieß es in der SPÖ. "Den Anfängen zu wehren und wachsam zu sein, ist die beste Versicherung gegen Rassismus und Rechtsextremismus."
Holocaust-Gedenken im Schatten des WKR-Balls
Bundespräsident Fischer hat anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Jänner deutliche Worte gegen jegliche Leugnung der Verbrechen in Auschwitz ausgesprochen. Es sei wichtig, aus Anlass des Jahrestags der Befreiung des KZ am 27. Jänner 1945 die "Verbrechen der Nationalsozialisten in Erinnerung zu rufen", so Fischer am Donnerstag.
Fischer bezeichnete den Holocaust als ein "unfassbares, systematisch geplantes und organisiertes Verbrechen gegen die Menschheit, das unvergesslich bleiben wird". Wer Auschwitz leugne, verharmlose oder relativiere, schließe sich aus dem Kreis jener aus, "denen die historische Wahrheit, das menschliche Leben und die Menschenrechte wertvoll sind".
Die Überlebenden hätten "Zeugnis abgelegt über die Gräuel des nationalsozialistischen Völkermordes, und dafür sind wir ihnen dankbar". Der Bundespräsident appellierte "insbesondere an junge Menschen, sich für eine friedliche Welt einzusetzen, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass keinen Platz haben dürfen".
Auf den WKR-Ball am Freitagabend ging Fischer nicht konkret ein, dennoch steht das Holocaust-Gedenken in Österreich heuer im Schatten der Tanzveranstaltung von Burschenschaftern aller Couleurs.
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas nimmt den Holocaust-Gedenktag als "Auftrag, wachsam zu bleiben und uns beständig mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen", hieß es in der SPÖ. "Den Anfängen zu wehren und wachsam zu sein, ist die beste Versicherung gegen Rassismus und Rechtsextremismus."
Dienstag, 24. Januar 2012
Dancing Star Dolly Buster soll öffentlich-rechtliche Quote bringen
"Ich kann absolut nicht tanzen. Ich habe lediglich in einer Peep-Show getanzt - und da war die Stange talentierter als ich", räumte die Erotikfilm-Produzentin ein. Also was soll sie bei Dancing Stars? Der ORF braucht sie einfach als Quoten-Pusherin. Damit verhält er sich wie die Freien. Keine Rede davon, dass die hohen Rundfunkgebühren den Sender von derart primitiven Marketing-Strategien unabhängig machen sollten...
Dolly Buster weist "Dancing Stars"-Kritik zurück
Dolly Buster weist die Kritik an ihrem geplanten Auftritt in der kommenden Staffel der ORF-Sendung "Dancing Stars" zurück. "Ich arbeite in einer anständigen Branche und habe noch nie etwas Unredliches getan. Ich werde den Teufel tun, mich dafür zu rechtfertigen", sagte die Erotikfilm-Produzentin und ehemalige Pornodarstellerin.
Buster wird bei "Dancing Stars" mittanzen. © APA (dpa)
Für die Österreicher sei sie auch längst keine Unbekannte mehr. "Sie leben ja nicht hinter dem Mond, sondern haben Internet und gucken auch die deutschen Sender. Dort trifft man mitunter mehrmals am Tag auf mich", sagte die 42-Jährige. Bei ihrem jüngsten Wien-Aufenthalt vergangene Woche wurde sie entsprechend von den Leuten erkannt. "Ich musste 1.000 Autogramme geben", so Buster.
Lauda empört über Dolly Buster
Ex-Pornodarstellerin bei "Dancing Stars"? Für Lauda ein Skandal. >
Ihre Kritiker würden sich vor allem selbst wieder ins Rampenlicht bringen wollen. Niki Lauda sei etwa für eine Journalistenreise nach Bali, zu der Buster eingeladen hat, Co-Sponsor gewesen. "Das war 1998, da war ich sogar noch aktiv. Damals war ich ihm gut genug, heute hat er nichts mehr von mir", meinte Buster.
Verstellen will sich die Erotikproduzentin für "Dancing Stars" auf gar keinen Fall: "Ich bin eine anständige Person. Die Steine, die nach mir geworfen werden, treffen mich nicht." Letztlich würden die Kritiker durch den medialen Wirbel auch nur Werbung für den ORF machen.
Probleme hat Buster an einer ganz anderen Front. "Ich kann absolut nicht tanzen. Ich habe lediglich in einer Peep-Show getanzt - und da war die Stange talentierter als ich", räumte die Erotikfilm-Produzentin ein.
Dolly Buster weist "Dancing Stars"-Kritik zurück
Dolly Buster weist die Kritik an ihrem geplanten Auftritt in der kommenden Staffel der ORF-Sendung "Dancing Stars" zurück. "Ich arbeite in einer anständigen Branche und habe noch nie etwas Unredliches getan. Ich werde den Teufel tun, mich dafür zu rechtfertigen", sagte die Erotikfilm-Produzentin und ehemalige Pornodarstellerin.
Für die Österreicher sei sie auch längst keine Unbekannte mehr. "Sie leben ja nicht hinter dem Mond, sondern haben Internet und gucken auch die deutschen Sender. Dort trifft man mitunter mehrmals am Tag auf mich", sagte die 42-Jährige. Bei ihrem jüngsten Wien-Aufenthalt vergangene Woche wurde sie entsprechend von den Leuten erkannt. "Ich musste 1.000 Autogramme geben", so Buster.
Lauda empört über Dolly Buster
Ex-Pornodarstellerin bei "Dancing Stars"? Für Lauda ein Skandal. >
Ihre Kritiker würden sich vor allem selbst wieder ins Rampenlicht bringen wollen. Niki Lauda sei etwa für eine Journalistenreise nach Bali, zu der Buster eingeladen hat, Co-Sponsor gewesen. "Das war 1998, da war ich sogar noch aktiv. Damals war ich ihm gut genug, heute hat er nichts mehr von mir", meinte Buster.
Verstellen will sich die Erotikproduzentin für "Dancing Stars" auf gar keinen Fall: "Ich bin eine anständige Person. Die Steine, die nach mir geworfen werden, treffen mich nicht." Letztlich würden die Kritiker durch den medialen Wirbel auch nur Werbung für den ORF machen.
Probleme hat Buster an einer ganz anderen Front. "Ich kann absolut nicht tanzen. Ich habe lediglich in einer Peep-Show getanzt - und da war die Stange talentierter als ich", räumte die Erotikfilm-Produzentin ein.
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