Sonntag, 19. Oktober 2008

Begräbnis Haider: Linke Tränen gäbe es auch für Rosenkranz

So bös kann Rosenkranz jetzt gar nicht sein, dass sie einen gute Nachruf hätte wie Haider. Haiders Tod hat Unglaubliches bewirkt: Österreich ist (vorübergehend) ein politisch homogenes Land. Alle sind sich einig, dass angesichts des Todes Versöhnung angebracht ist. Das linke Reichsdrittel - ohne Faymann? - demonstrierte geschlossen ordentliche Trauer. Linke Tränen benetzten den Kärntner Heimatboden, wohl auch um demonstrativ zu zeigen, wie sehr man sich jenem Drittel verbunden fühlt, das es (in Wien) bald mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Linke Kommentatoren führen einen Eiertanz auf, weil sie in ihren Äußerungen gewohnt angriffig sein wollen, aber pietätvoll bleiben müssen, weil sie genau wissen, dass jetzt zu viele Leser Trauer tragen und daher nicht vergrämt werden dürfen. So wird Haider zum hoch geschätzten Rechtspopulisten, der dem Land sehr fehlen wird...

Keine Kommentare: