Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
was ist eigentlich mit dieser Stadt los? Bin vor gut einem Jahr von Salzburg wieder nach Wien zurückgekehrt und war - insbesondere vor den Wahlen - erstaunt und entsetzt, wie einseitig manche Medien berichtet haben. Keine Spur von Unabhängigkeit! Ist die Stadt Wien mit den angeschlossenen Betrieben (und befreundeten Ministerien) ein so mächtiger Inseratenkunde, dass es keine kritische Berichterstattung mehr gibt? Bis hin zur Gratis-Bezirkszeitung lacht einem Ausgabe für Ausgabe der Bürgermeister oder ein Stadtrat, eine Stadträtin entgegen. Großformatige Anzeigen, ganze PR-Strecken betonen in hoher Frequenz die Vorzüge der Stadt. Dazu kommen noch die Jubelpostillen, die Wien selbst herausgibt. Der Meinungsdruck, der da auf Kosten der Bürger ausgeübt wird, ist immens. Vor einigen Tagen wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Stadt auch in überregionalen Medien schaltet, die keinen Verbreitungs-Schwerpunkt in Wien haben. Sollen Vorarlberger, Tiroler, Kärntner, Steirer... verstärkt nach Wien gelockt werden? Was wird mit so einer unlogischen Vorgangsweise unter Inkaufnahme hoher Streuverluste abgegolten? Die nach wie vor extrem Faymann-freundliche Berichterstattung? Das sind mafiose Zustände.
Welche Redaktion greift den folgenden Missstand auf? Ich hatte schon einmal darauf hingewiesen. Passiert ist nix.
Wien verschwendet EnergieEs geht um Millionen - jeder Bürger kann es täglich auf dem Weg zur Arbeit beobachten
15. Dezember. Es ist schon längst taghell. Aber die Straßenbeleuchtung - an die 148.000 öffentliche Leuchten - brennt völlig sinnlos vor sich hin, bis sie dann schließlich um 8 Uhr 10 erlischt. Mindestens eine halbe Stunde später als notwendig. Und das Tag für Tag, Jahr für Jahr. Die Stadt schwimmt offenbar im Geld, was sie nicht davon abhält, die Bürger in ihren hauseigenen Jubelpostillen immer wieder aufzufordern, Energie zu sparen. Ein interessierter Bürger wundert sich und fragt beim Bürgerservice nach. Der Rückruf der zuständigen Stelle beim Magistrat kann nicht beruhigen: Es gibt nur einen einzigen Messpunkt in der ganzen Stadt, nach dem die gesamte Beleuchtung ein- und ausgeschaltet wird! Wer schaltet ein und aus? Nicht der Kunde Stadt, sondern - verkehrte Welt - der Lieferant Wien Energie. Bitteschön, welcher Lieferant will möglichst wenig Ware verkaufen? Und diese Posse spielt in einer Stadt mit High-Tech-Anspruch, in der vielen Bewohner der Strom abgedreht wird, weil sie die Rechnung nicht bezahlen können...Darf ich dazu noch erläutern: Es gibt für die ganze Stadt Wien nur einen einzigen Sensor (Messpunkt)! Ein schwer wiegender Mangel, den die zuständigen Techniker eingestehen. In Salzburg gibt es zum Beispiel etliche, die die unterschiedlichen Lichtverhältnisse, je nach örtlichen Gegebenheiten (Innenstadt, freies Gelände), berücksichtigen. Natürlich kann man die Schaltzeitpunkte, die Empfindlichkeit eines Sensors einstellen. Man kann ihn also so einstellen, dass er abends früher einschaltet und morgens später ausschaltet. Jeder unabhängige Techniker wird das bestätigen... Tatsache ist und bleibt: Der Lieferant verdient an einer "großzügigen" Regelung Millionen...Rückfragen willkommen! Wenn möglich bitte keine Namensnennung. Bei diesen unglaublichen Machtverhältnissen in Wien möchte ich lieber nicht in Erscheinung treten...
Dienstag, 16. Dezember 2008
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