Freitag, 26. Dezember 2008

SN-Koller verteidigt Politiker-Versorgungsposten

Antwort eines SN-Lesers:

"Zum Standpunkt "Es gibt kein Leben nach der Politik" hätte ich einige Betrachtungen.Ich weiß nicht warum sich Herr Redakteur Andreas Koller um die weitere berufliche Zukunft unserer, aus dem Amt geschiedenen Politiker solche Sorgen macht. (Standpunkt 23.12.2008)

Alfred Gusenbauer, ehem. Bundeskanzler, kehrt zur Arbeiterkammer Niederösterreich zurück.
Wilhelm Molterer, ehem. Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen, bleibt Abgeordneter zum Nationalrat.
Maria Berger, ehem. Bundesministerin für Justiz, ist nun wieder Europaabgeordnete und Delegationsleiterin der SPÖ-Europaabgeordneten.
Heidrun Silhavy, ehem. Bundesministerin für Frauen und Medien, bleibt Abgeordnete zum Nationalrat.
Ursula Plassnik, ehem. Außenministerin, auch sie nimmt wieder ihr Abgeordnetenmandat im Nationalrat wahr.
Martin Bartenstein, ehem. Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, bleibt Abgeordneter zum Nationalrat.
Christoph Matznetter, ehem. Staatssekretär im Finanzministerium, bleibt Abgeordneter zum Nationalrat.
Erwin Buchinger, ehem. Bundesminister für Soziales, kommt zum Arbeitsmarktservice in Wien. (Vorstandsvorsitzender des Wiener AMS ist sein Bruder Herbert Buchinger.)
Nur die weitere Berufslaufbahn von Andrea Kdolsky, ehem. Gesundheits- und Familienministerin, ist noch unbekannt.
Auch die Politiker früherer Regierungen sind gut gepolstert in diverse Positionen gelandet, z.B.:Viktor Klima, ehem. Bundeskanzler, ist seit 2000 Präsident von VW Argentina. Seit 2007 ist er Leiter der gesamten Volkswagen-Niederlassung in Südamerika.
Brigitte Ederer, ehem. EU-Staatssekretärin, wechselte Ederer in den Vorstand der Siemens AG Österreich. Seit 2005 Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende der Siemens Österreich.
Susanne Riess-Passer, ehem.Vizekanzlerin und Bundesministerin für öffentliche Leistung und Sport, ist seit 2004 Generaldirektorin der österreichischen Bausparkasse Wüstenrot AG.
Wolfgang Ruttenstorfer, ehem. Staatssekretär im Bundeskanzleramt, ist seit 2002 Generaldirektor des österreichischen Mineralölkonzerns OMV.
Caspar Einem, ehem. Innenminister, danach bis 2000 Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr, legte mit 31. Oktober 2007 sein Abgeordnetenmandat im Nationalrat zurück. Am 12. Oktober 2007 gab Einem bekannt, in den Vorstand der JETALLIANCE Flugbetriebs GmbH zu wechseln.
Mathias Reichhold, ehem. Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie von Februar 2002 bis Februar 2003, zog sich im Frühjahr 2003 aus gesundheitlichen Gründen auf seinen Biobauernhof zurück.Kurz darauf wurde er Manager bei Magna Steyr.Ab 1. Juli 2006 wurde Mathias Reichhold vom Aufsichtsrat der ASFINAG als drittes Vorstandsmitglied bestellt. Der gesamte Vorstand gab Ende 2007 dieses Amt ab. Die Höhe der Abfertigungzahlungen von 720.000 € aus Steuergeldern für seine kurzfristige Tätigkeit als Asfinag-Vorstand führte zu öffentlicher Kritik.
Hubert Gorbach, ehem, Vizekanzler (BZÖ) und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie verkaufte die ÖBB-Bodenseeschifffahrt an Illwerke und Touristikunternehmen Walter Klaus. Er wurdeManager des Tourismusunternehmers Walter Klaus. Nach nur vier Monaten verließ Gorbach das Unternehmen. Mediales Aufsehen erregte sein Brief an den britischen Finanzminister Alistair Darling.
Ich habe zwar keine Erfahrungswerte welche Jobs entlassene Stein-Häftlinge angeboten bekommen, ich weiß aber, dass es für Menschen die in der Privatwirtschaft aus nicht selbst verschuldeten Gründen ihren Job verlieren sehr schwierig ist eine gleichwertige Stelle angeboten zu bekommen."
Von buttenha am 23. Dez 2008 um 15:22

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