Montag, 17. August 2009

APA in Bundesdiensten?

Bund und Länder zahlen weiterhin Millionenaufträgen an die Austria Presse Agentur (APA), obwohl die APA das Finanzamt, die Sozialversicherung und ihre Mitarbeiter in den vergangenen 15 Jahren um mindestens 23 Millionen Euro gebracht hat. Das geht aus Vorwürfen der Gewerkschaft und aus Berechnungen von Steuerexperten hervor, die eine Gegenüberstellung der Kosten von Beschäftigungsverhältnissen freier Dienstnehmer zu angestellten Dienstnehmern vorgenommen haben.

Da kann beim Bürger schon der Eindruck entstehen, dass Bund und Länder die APA als Sprachrohr für ihre eigenen Ziele missbrauchen. Interessant wäre auch zu wissen, wie viele jugendliche Mitarbeiter mit welchen Bezügen einen Papa in der Politik sitzen haben...

(pta)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Tatsache ist, dass die APA freie Mitarbeiter nach in Medienunternehmen gängigen Rahmenbedingungen beschäftigt. Die APA wurde regelmäßig hinsichtlich Sozialversicherungsabgaben geprüft.
Wie bei solchen Prüfungen üblich, gibt es einen Ermessensspielraum, was als freies Dienstverhältnis gesehen wird und was nicht. Entsprechende Beurteilungen wurden von der Gebietskrankenkasse vorgenommen und mit der APA-Geschäftsführung
besprochen. Aufgrund genereller strategischer Überlegungen der APA
sowie aus Basis dieser Prüfungsergebnisse werden in den kommenden Wochen zwischen 20 und 30 freien Mitarbeitern Dienstverträge angeboten werden. Sämtliche Lohnabgaben, die sich für die Vergangenheit aus dieser Neubeurteilung der Arbeitsverhältnisse ergeben, werden mit Zins und Zinseszins beglichen.

Die APA-Geschäftsführung meinte am Montag dazu in einer OTS-Aussendung:
"Die Aussage, dass die APA den Staat um viele Millionen bringt ist
falsch, die Zahlenspiele, die pressetext vornimmt, sind absurd. Diese erneuten Unterstellungen sind im Zusammenhang mit den permanenten Versuchen von pressetext zu sehen, der APA mit allen Mitteln am Zeug
zu flicken. Der Markt hat sich eine Meinung dazu schon lange gebildet."
Weiter kritisiert die APA die Vorgehensweise der zuständigen Gewerkschaft:
"Dass die Journalistengewerkschaft mit irreführenden Zahlenspielen einem Konkurrenten der APA in die Hände spielt und dabei offenbar ihre Überparteilichkeit über Bord wirft, mutet seltsam an. Durch eine solche Vorgangsweise könnte nicht nur der APA, sondern auch ihren Mitarbeitern ein massiver
wirtschaftlicher Schaden entstehen."