Spät aber doch geht Andre Heller ins Detail seiner Zeit als Internatszögling: "Wir waren mit unserer Verstörung und Ratlosigkeit allein", beschrieb der Künstler in der 'ZiB24' des ORF-Fernsehens die Situation als ehemaliger Schüler im Jesuiten-Internat Kalksburg (Wien-Liesing), wo er sexuellen Missbrauch mitbekam.
"Der Teufel war zu Besuch bei uns"
Heller beklagte, dass früher die Justiz nicht mit dem Thema befasst gewesen sei. Damals, als die Missbrauchsfälle aufflogen, sei der Generalpräfekt erschienen und habe erklärt: "Der Teufel war zu Besuch bei uns."
Alle Betroffenen sollten sich melden. Dann sei es lediglich zu "jesuitischer Selbstjustiz" gekommen. Hilfe für Opfer, etwa durch Psychologen, gab es laut Heller damals nicht. Heute sei es im Gegensatz zu früher "nicht mehr so leicht, damit davonzukommen". Auszug gmx-text)
Nach all dem, was jetzt - auch dank Heller - ans Licht kommt, müsste es der Kirche und insbesondere Kardinal Schönborn so gehen wie Barbara Rosenkranz: Sie müssten sanktioniert werden. Wenn Braun eine schlimme Farbe ist, ist der Purpur der Kirchengeschichte um nichts besser ...
Mittwoch, 10. März 2010
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