Unerwünschter Brief vom Wiener Bürgermeister
Da verschickt der Wiener Bürgermeister - ungefragt - einen Werbebrief, dem er ein P.S. hinzufügt, das einen zumindest im zweiten Bezirk fragen lässt, ob der Mann überhaupt jemals auf die Straße geht, wo sich das wirkliche Leben abspielt. Da heißt es frech:
"Zwei mal in Folge zur 'lebenswertesten Stadt der Welt' gekürt zu werden, ist eine große Leistung aller Wienerinnen und Wiener. Ich glaube, es ist auch unsere typische Wiener Lebensweise (fett gedruckt!), die viel dazu beiträgt - all das, was Wien so besonders macht. Das sollten wir uns erhalten. In allen Bezirken, in jedem Grätzel, für alle Menschen unserer Stadt."
Die Studie "Lebenswertesten Stadt der Welt", mit der der Bürgermeister - im Sinne des Werbekonzeptes - jetzt überall hausieren geht, ist absolut irrelevant, weil sie auf Aussagen von international tätigen Managern beruht, die eigentlich nirgends wirklich zu Hause sind. Und die "typische Wiener Lebensweise", von der Häupl so schwärmt, hat er ja selbst mit seiner Multikulti-Politik zerstört. Sie ist deshalb in Wien kaum noch anzutreffen...
Häupl sollte besser keine Briefe verschicken, die so weit von der Wirklichkeit entfernt sind und nur eins bewirken sollen: den Bürgern (Wählern) immer und immer wieder einzutrichtern, dass sie sich in Wien, das sich in wenigen Jahren völlig verändert hat, gefälligst wohlzufühlen haben!
Mittwoch, 7. Juli 2010
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