Dienstag, 23. November 2010

Thunfisch-Marke Rio Mare tut anderen Fischen nicht gut...

Greenpeace kritisiert falsche Kennzeichnung und Beifang

Ob in Öl oder im eigenen Saft - Tunfisch in Dosen ist in Österreich sehr beliebt. Laut Zutatenliste enthalten die Konserven in der Regel Skipjack-Tunfisch aus dem Pazifik. Greenpeace wollte wissen, ob man den Packungsinformationen trauen kann und hat in zwölf Ländern Tunfisch-Dosen untersuchen lassen. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Es steht oft nicht drauf, was drin ist.

Rund ein Drittel falsch deklariert

Greenpeace hat insgesamt 165 Dosen von fünfzig verschiedenen Marken aus zwölf Ländern – darunter auch mehrere in Österreich beliebte Marken testen lassen. Bei rund dreißig Prozent der Dosen wurden bemerkenswerte Ungereimtheiten nachgewiesen, darunter die Vermischung mehrerer Tunfischarten in einer Dose. Weiters waren andere Fischarten in der Dose enthalten als deklariert war - etwa der stark überfischte Gelbflossen- und Großaugentun: Beide sind in der gesamten EU verboten.

Auch eine in Österreich gekaufte Dose der Marke Rio Mare enthielt bedrohten Großaugentun, obwohl der Hersteller Bolton angibt, diese Tunfischart seit etlichen Jahren nicht mehr zu verarbeiten.

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