Man braucht nicht lange herumzureden: Ex-Rechnungshof-Präsident Fiedler hat es im TV am Rande erwähnt: Ein Finanzreferent sollte über eine Basis-Kompetenz verfügen. Aber so ist es eben "in der Politik". Da pochen Ahnungslose vehement auf den Primat der Politik, wenn es dann aber um Verantwortung geht, wollen sie davon nichts mehr wissen. So konnte zum Beispiel ein Zivildiener Verteidigungsminister werden. Ein Witz: Diesem Mann traut man zu, die größte Heeresreform der Geschichte zu planen und zu realisieren. Statt den vorhandenen Karren Bundesheer aus dem Dreck zu ziehen, gibt Darabos ihm den Rest und meint dann schließlich, mit Berufssoldaten besser zu fahren...
Familiärer Umgang miteinander in Salzburg: Bauerntochter und Landeshauptfrau Burgstaller hatte (naturgemäß) einen guten, freundschaftlichen Draht zur Bauerntochter und mutmaßlichen 340-Millionen-Zockerin. Die beiden werden sich aber nicht vorrangig über Finanzgeschäfte ausgetauscht haben. Vielleicht nur soviel beim gemeinsamen Einkauf im Shopping Center: "Moni, is bei dir eh ois in Ordnung?"SPÖ stärkt Brenner den Rücken
Landeshauptfrau Burgstaller erklärte nach Sitzungsende, es sei ein Gebot der Stunde, die Causa lückenlos aufzuklären. Es werde nichts vertuscht, betonte Burgstaller. Von Neuwahlen hält sie nichts. "Wer jetzt Neuwahlen will, will keinen Untersuchungsausschuss. Neuwahlen wären ein großer Schaden für Salzburg." Dann würde der U-Ausschuss weit hinter die nächsten Wahlen hinaus verschoben werden, und aufgrund des Wahlkampfes würde die notwendige Aufklärungsarbeit nicht geleistet werden können.
Das Parteipräsidium sprach sich für einen geordneten Rückzug aus allen spekulativen Geschäften aus. Brenner sagte, die Struktur zur Aufklärung der Causa unter Einbeziehung von Finanzexperten werde am Montag in der Landesregierungssitzung vorgestellt.
Das Doppelbudget für 2013/2014 wird am kommenden Mittwoch in der Plenarsitzung des Salzburger Landtages wohl nicht beschlossen werden. Denn sowohl der Koalitionspartner ÖVP als auch die Oppositionsparteien Grüne und FPÖ haben bereits bekundet, dem Budget aufgrund der ans Tageslicht getretenen Spekulationsverluste und mutmaßlichen Malversationen nicht zuzustimmen.
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