Freitag, 18. Januar 2013

Wehrpflicht - Profiheer: Auch Medien unter Erfolgsdruck

Die größte redaktionelle Kampagne, die es jemals gab, richtet sich seit Wochen gegen die Wehrpflicht. Insbesondere die übermächtige Krone und das rote Sprachrohr Österreich - sonst erbitterte Kontrahenten - marschieren im Gleichschritt! Kein Unternehmen könnte sich eine derart massive Medienpräsenz leisten. Warum diese tägliche, maßlose, ja wütende Attacke auf ein System, das so schlimm auch wieder nicht ist? Medien fixieren eine Blattlinie, die meist von ganz oben vorgegeben wird, und müssen dann auf Gedeih und Verderb auf dieser Schiene bleiben, auch wenn sie merken, dass ihnen die Leser und auch das Volk nicht so recht folgen. Sie wollen und müssen unbedingt gewinnen, unbedingt recht habe wie Parteien, die eine bestimmte Ideologie vertreten. Medien wollen wirken, wollen zeigen, dass sie etwas bewegen können, das ist schließlich auch ihr Werbegeschäft. Sollte die Volksbefragung also - trotz des gewaltigsten Trommelfeuers aller Zeiten - für die Wehrpflicht ausgehen, wäre das nicht nur für die SPÖ eine vernichtende Niederlage, sondern auch für Krone und Österreich. Dann hätten diese beiden mächtigen Kommunikations-Instrumente das Beharrungsvermögen der Österreicher unterschätzt. -  Oder sie haben ganz einfach ein Phänomen aus der Werbung nicht einkalkuliert, das da lautet: Überpenetration. Wird der Druck auf den Rezipienten einer Botschaft zu groß, steigt der Widerstand...

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