Donnerstag, 17. Januar 2013

Wehrpflicht - Profiheer: Darabos ist das Problem

Bundesheer: Darabos statt Wehrpflicht abschaffen...

Die größte Zeitung des Landes, die Krone aller Printmedien, tritt aus völlig unverständlichen Gründen massiv für die krausen Ideen des Zivildieners und Verteidigungsministers Darabos ein. Diese kuriose Kombination ist an sich schon ein Witz, wie er nur in Österreich real sein kann. Einen Mann ohne jede Ahnung von der Materie hält man für fähig, den größten militärischen Umbau Österreichs zu planen und zu vollziehen. Und wenn die Wehrpflicht – warum immer das Wort Zwang? – doch beibehalten werden sollte, würde Darabos im Amt bleiben und sich für die Reform eines Systems einsetzen, das er vorher mit allen Mitteln bekämpft hat…

Nur weil das Bundesheer unter seiner 6-jährigen Führung völlig heruntergekommen ist, will man es jetzt abschaffen, statt es endlich gründlich zu reformieren. Darabos hat sich von einem Skandal zum anderen gehantelt: Die Eurofighter-Verhandlungen hat er völlig vermurkst, die absolut ineffizienten Heeresspitäler (mehr Personal als Patienten) hat er nicht in den Griff bekommen, die Kasernen als Ganzes sind vielfach nur noch Bauruinen - um nur einige Beispiele zu nennen.

Muss man eine wichtige Institution, die wegen schlechtem Management nicht erfolgreich ist, einfach schließen? Muss die an sich sinnvolle Wehrpflicht abgeschafft werden, nur weil der betreffende Minister unfähig ist? Wenn das so wäre, müsste man auch die Schulpflicht abschaffen, nur weil der gesamte Bildungsbereich vor sich hin marodiert...

Darabos und der Primat der Politik
Verteidigungsminister Norbert Darabos ist ein Verfechter des Primats der Politik. Beispiel: Nicht die obersten Militärs haben das Sagen, sondern der Zivildiener Darabos („Es gilt der Primat der Politik..."). Wenn was schief geht wie bei den Olympischen Spielen, pocht er in seiner Eigenschaft als Sportminister weniger laut auf diesen Grundsatz. Die nachfolgenden Instanzen/Funktionäre und die Sportler selbst seien schuld. Darabos hat nicht nur das Bundesheer ruiniert, sondern auch den österreichischen Sport. Ein sofortiger Rücktritt wäre geboten. Aber so ein Zeichen des Anstandes gibt es in Österreich nicht einmal dann, wenn nur noch die Unschuldsvermutung helfen kann...

Bei Darabos kennt man sich nicht aus
Der Verteidigungsminister ist einmal für die Wehrpflicht und dann wieder dagegen, je nach dem, wer die Marschrichtung vorgibt. Dann wieder Zufriedenheit mit dem Minibudget: Mit Beschaffungen ist "nicht Schluss", und zwei Milliarden Euro seien "nicht wenig in Zeiten, in denen der Kalte Krieg (längst) vorbei ist". Wenn das so ist - warum geht's dann jetzt erst mit so wenig Budget? Das Spielzeugheer – wie es jetzt existiert – hat keine reale Bedeutung für Österreichs Sicherheit. Egal: Darabos verkündete vor seinen Profi-Ambitionen: "Das Bundesheer ist immer noch einsatzbereit." Die Bevölkerung weiß doch inzwischen aus den Medien, dass unsere "Armee" derzeit auf dem Zahnfleisch daher kommt. Nur Minister Darabos und Oberbefehlshaber Heinz Fischer haben von den extremen Schwierigkeiten keine Ahnung ... Rücktritte wären - siehe auch oben - schon längst angebracht - aber so etwas gibt es in Österreich schon lange nicht mehr.

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