Bundesheer: Darabos statt
Wehrpflicht
abschaffen...
Die größte Zeitung des
Landes, die Krone aller Printmedien, tritt aus völlig unverständlichen Gründen
massiv für die krausen Ideen des Zivildieners und Verteidigungsministers Darabos
ein. Diese kuriose Kombination ist an sich schon ein Witz, wie er nur in
Österreich real sein kann. Einen Mann ohne jede Ahnung von der Materie hält man
für fähig, den größten militärischen Umbau Österreichs zu planen und zu
vollziehen. Und wenn die Wehrpflicht – warum immer das Wort Zwang? – doch
beibehalten werden sollte, würde Darabos im Amt bleiben und sich für die Reform
eines Systems einsetzen, das er vorher mit allen Mitteln bekämpft
hat…
Nur weil das
Bundesheer unter seiner 6-jährigen Führung völlig heruntergekommen ist, will man
es jetzt abschaffen, statt es endlich gründlich zu reformieren. Darabos hat sich
von einem Skandal zum anderen gehantelt: Die Eurofighter-Verhandlungen hat er
völlig vermurkst, die absolut ineffizienten Heeresspitäler (mehr Personal als
Patienten) hat er nicht in den Griff bekommen, die Kasernen als Ganzes sind
vielfach nur noch Bauruinen - um nur einige Beispiele zu nennen.
Muss man eine wichtige Institution, die wegen schlechtem Management nicht erfolgreich ist, einfach schließen? Muss die an sich sinnvolle Wehrpflicht abgeschafft werden, nur weil der betreffende Minister unfähig ist? Wenn das so wäre, müsste man auch die Schulpflicht abschaffen, nur weil der gesamte Bildungsbereich vor sich hin marodiert...
Muss man eine wichtige Institution, die wegen schlechtem Management nicht erfolgreich ist, einfach schließen? Muss die an sich sinnvolle Wehrpflicht abgeschafft werden, nur weil der betreffende Minister unfähig ist? Wenn das so wäre, müsste man auch die Schulpflicht abschaffen, nur weil der gesamte Bildungsbereich vor sich hin marodiert...
Darabos und der Primat der Politik
Verteidigungsminister Norbert Darabos ist ein Verfechter des Primats der Politik. Beispiel: Nicht die obersten Militärs haben das Sagen, sondern der Zivildiener Darabos („Es gilt der Primat der Politik..."). Wenn was schief geht wie bei den Olympischen Spielen, pocht er in seiner Eigenschaft als Sportminister weniger laut auf diesen Grundsatz. Die nachfolgenden Instanzen/Funktionäre und die Sportler selbst seien schuld. Darabos hat nicht nur das Bundesheer ruiniert, sondern auch den österreichischen Sport. Ein sofortiger Rücktritt wäre geboten. Aber so ein Zeichen des Anstandes gibt es in Österreich nicht einmal dann, wenn nur noch die Unschuldsvermutung helfen kann...
Bei Darabos kennt man sich nicht aus
Der Verteidigungsminister ist einmal
für die Wehrpflicht und dann wieder dagegen, je nach dem, wer die Marschrichtung
vorgibt. Dann wieder Zufriedenheit mit dem Minibudget: Mit Beschaffungen ist
"nicht Schluss", und zwei Milliarden Euro seien "nicht wenig in Zeiten, in denen
der Kalte Krieg (längst) vorbei ist". Wenn das so ist - warum geht's dann jetzt
erst mit so wenig Budget? Das Spielzeugheer – wie es jetzt existiert – hat keine
reale Bedeutung für Österreichs Sicherheit. Egal: Darabos verkündete vor seinen
Profi-Ambitionen: "Das Bundesheer ist immer noch einsatzbereit." Die Bevölkerung
weiß doch inzwischen aus den Medien, dass unsere "Armee" derzeit auf dem
Zahnfleisch daher kommt. Nur Minister Darabos und Oberbefehlshaber Heinz Fischer
haben von den extremen Schwierigkeiten keine Ahnung ... Rücktritte wären - siehe auch oben - schon
längst angebracht - aber so etwas gibt es in Österreich schon lange nicht mehr.
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