Zuerst hat der Wiener Bürgermeister Häupl das Thema Wehrpflicht ("Zwangsverpflichtung!" - nur "Zwang" und nur "Pflicht" war nicht genug) hochgekocht, um die Zielgruppe Jugend zu erreichen. Das ist bekanntlich für die Sozialisten und die am gleichen Strang ziehenden Medien gründlich in die Hose gegangen.
Noch schlimmer: Die Beteiligungslatte liegt seither hoch. Fast 60% gingen zu den Urnen. Jetzt stehen die Linken unter Häupls Führung unter Erfolgsdruck. Die nachträgliche Schmäh-Volksbefragung ums Parkpickerl wurde um No-na-Themen erweitert und damit verwässert. Zuletzt hat der bauernschlaue Bürgermeister noch das an sich völlig unnötige Olympia-Thema angehängt. Der WM-Erfolg hat ihm geholfen, dass die Lemminge hinter ihm her laufen.
Eine extrem aufwendige Millionen-Werbekampagne für die Volksbefragung soll jetzt sicherstellen, dass die Wahlbeteiligung hoch ist. Das ist für ein Erfolgserlebnis fast noch wichtiger als die Beantwortung von depperten Primitivfragen wie "Wollen Sie, dass das Wiener Wasser privatisiert wird?" Blöder geht es nicht mehr. Fehlt nur noch die Frage: "Wollen Sie, dass das Stadthallenbad jemals wieder eröffnet wird?"
Und zum Olympia-Schmäh: Schon das Chaos um die Bewerbung von Salzburg für 2014 vergessen? Da sind viele Millionen in den Sand gesetzt worden, die Staatsanwaltschaft hat vergeblich versucht, Licht ins Dunkel der üblen Machenschaften der Verantwortlichen zu bringen. Aber keine Angst: Wiens Bürgermeister will mit dem Olympia-Thema nur die Volksbefragung pushen. Danach redet kein Mensch mehr darüber...
Mittwoch, 20. Februar 2013
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