...weil es nicht immer nur um Politik gehen kann:
Grafiker geben Schreibweise vor...
Die Vermeidung von Bindestrichen mag wohl bei einem Logo (Wort-/Bildmarke) gerade noch zulässig sein, nicht aber in einem (Fließ-)Text. Während bei Logos die Zusammengehörigkeit von Teilbegriffen mit grafischen Mitteln auf den ersten Blick erkennbar ist, muss das im redaktionellen Bereich der Bindestrich leisten.
Werber sind eben Bindestrich-Muffel ("Wohn Bau sparen", "Berger Mehr Zweck Hallen", "Mega Schenk und Spar Wochen"...). Sie halten sich nicht wie alle renommierten Verlagshäuser an maßgebliche Regelwerke wie Duden oder Österreichisches Wörterbuch, sie ignorieren die Germanistischen Institute der Unis und erfinden einfach ihre eigene Werbesprache. Sollen wirklich Werbetexter, Grafiker und Schildermaler vorgeben, wie g'standene Redakteure und ausgebildete Setzer zu schreiben haben?
Aktueller Höhepunkt: In akustischen Medien (TV...) wird der Bindestrich in Internet-Adressen mehr und mehr als "Minus" bezeichnet - fiktiv: "www. fussball minus bayern.de".
Gleiches Schicksal für den Punkt?
Messenger und Social Media vernichten den Punkt
Satzzeichen nach Kurzantworten oft sogar als Aggression interpretiert
...und alle anderen machen es nach. Beispiel: In der Wiener Jubelpostille wien.at wurde auf die "Wiener Herbst Senioren Messe" und den "Generationen Aktiv Park" in Kagran hingewiesen: Gerade Senioren fragen sich mit Recht, wo da der gute alte Bindestriche geblieben ist. Faktum ist: Es handelt sich um einen weit verbreiteten Missstand, der vor allem darauf zurückzuführen ist, dass bei Schriftzügen die Grafiker das Sagen haben. Und die haben keine Freude mit Bindestrichen - also lassen sie die lästigen Dinger einfach weg.
Die Vermeidung von Bindestrichen mag wohl bei einem Logo (Wort-/Bildmarke) gerade noch zulässig sein, nicht aber in einem (Fließ-)Text. Während bei Logos die Zusammengehörigkeit von Teilbegriffen mit grafischen Mitteln auf den ersten Blick erkennbar ist, muss das im redaktionellen Bereich der Bindestrich leisten.
Werber sind eben Bindestrich-Muffel ("Wohn Bau sparen", "Berger Mehr Zweck Hallen", "Mega Schenk und Spar Wochen"...). Sie halten sich nicht wie alle renommierten Verlagshäuser an maßgebliche Regelwerke wie Duden oder Österreichisches Wörterbuch, sie ignorieren die Germanistischen Institute der Unis und erfinden einfach ihre eigene Werbesprache. Sollen wirklich Werbetexter, Grafiker und Schildermaler vorgeben, wie g'standene Redakteure und ausgebildete Setzer zu schreiben haben?
Aktueller Höhepunkt: In akustischen Medien (TV...) wird der Bindestrich in Internet-Adressen mehr und mehr als "Minus" bezeichnet - fiktiv: "www. fussball minus bayern.de".
Gleiches Schicksal für den Punkt?
Messenger und Social Media vernichten den Punkt
Satzzeichen nach Kurzantworten oft sogar als Aggression interpretiert
Cardiff (pte/13.06.2016/12:08) Der Punkt als Satzzeichen stirbt in Zeiten der alles umfassenden Digitalisierung aus. Denn durch Messenger und Social Media befeuert, benutzt ihn fast niemand mehr am Ende eines Satzes, wie der britische Sprachwissenschaftler David Crystal von der University of Wales http://wales.ac.uk nüchtern feststellt.
Zu viel für Staccato-Text
"Wir sind an einer bedeutsamen Zeit in der Geschichte des Punktes angelangt. In einer Sofortnachricht ist es ersichtlich, wann der Satz zum Ende kommt, da setzt niemand einen Punkt", lässt sich Crystal von der "New York Times" zitieren. Durch hunderte Textnachrichten, die der Durchschnitts-User am Tag schreibt, verschwinden Satzzeichen langsam, aber sicher aus dem Geschriebenen. Vor allem der Punkt ist für das abgehackte Schreiben zahlreicher Handy-Nutzer lästig - also wird er vermehrt weggelassen.
Statt des Punktes nutzen Internet-User nun vermehrt Emojis und Smileys am Ende ihres Satzes, um dem Geschriebenen einen gewissen emotionalen Ausdruck zu verleihen. So wollen sich Schreibende sicher sein, dass der O-Ton ihres vorherigen Satzes beim Empfänger richtig ankommt. Für viele mutet es zudem schon jetzt komisch an, wenn Kontakte im Messenger einen Punkt hinter kurze Antworten wie "Mir geht's gut" setzen. "Es kann aggressiv wirken, aber auch wie ein 'Ich habe sonst nichts mehr zu sagen'", so Crystal abschließend.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen