Dienstag, 10. Januar 2017

Jetzt fürchten sich die Frauen - fast möchte man sagen: selber schuld, weil vor allem Frauen bis rauf zur Bundeskanzlerin ihre eigenen Feinde willkommen geheißen haben...


Foto: APA/dpa/Markus Boehm

Mehrheit der deutschen Frauen fühlt sich unsicher - Nach Kölner Attacken
Krone am Morgen - 09.01.2017, 22:21

Die Kölner Silvesternacht 2015 hat das Vertrauen in die deutschen Sicherheitsbehörden offenbar nachträglich erschüttert. Wie eine aktuelle Emnid-Umfrage zeigt, fühlen sich mehr als die Hälfte der Frauen (58 Prozent) in der Öffentlichkeit unsicherer als früher bzw. gar nicht mehr sicher. 44 Prozent der Befragten geben die Zuwanderung muslimischer Männer als Hauptgrund an. Viele mieden bestimmte Gebiete, schrieb die "Bild am Sonntag" über die von ihr veröffentlichte Umfrage.

16 Prozent der 516 befragten Frauen haben demnach stets einen Pfefferspray dabei, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit alleine unterwegs sind - unter den 14- bis 39-Jährigen ist es sogar jede zweite Frau. Trotz der hohen Sicherheitsmaßnahmen, die seit den Kölner Sex-Attacken bei größeren Veranstaltungen (sei es der Karneval oder der vergangene Jahreswechsel) zum Tragen kommen, fühlen sich laut der Umfrage lediglich zehn Prozent der Frauen nun sicherer.
Polizeichef: "Müssen unser Freizeitverhalten nicht ändern"

Es gibt noch keine aktuelle Kriminalitätsstatistik aus dem Jahr 2016, doch Fakt ist, dass das Sicherheitsgefühl der deutschen Frauen massiv gelitten hat. Da half wohl auch wenig, als Holger Münch, der Präsident des Bundeskriminalamts, gegenüber der "Bild am Sonntag" erklärte: "Wir alle müssen unser Freizeitverhalten nicht ändern, denn Deutschland ist immer noch eines der sichersten Länder der Welt." Sexuelle Übergriffe aus Menschengruppen seien zwar eine "neue Form der Kriminalität", so Münch, darauf habe sich die Polizei aber inzwischen überall eingestellt. Ein "vergleichbares Tatgeschehen" habe sich seither nicht wiederholt.


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Ein massives Polizeiaufgebot hat wohl eine Wiederholung der dramatischen Ereignisse der Neujahrsnacht 2015/16 in Köln verhindert. Wie berichtet , waren im Jahr darauf rund 2000 fahndungsrelevante und gewaltbereite Personen mit nordafrikanischen Wurzeln angereist. "Ein Großteil der Personen hatte eine Qualität, die ähnliche Straftaten wie 2015 befürchten ließen", zog der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies nach der Silvesternacht im deutschen Nachrichtenmagazin "Stern" Bilanz. Seinen Angaben zufolge gab es mehr als 1000 Platzverweise und 164 Strafanzeigen.


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Schwarzer: "Gezielte Aktionen gegen Frauen"
Für Frauenrechtlerin Alice Schwarzer ist das Motiv der Verdächtigen klar: "Diese Männer wollen öffentlich demonstrieren, dass wir Frauen nichts auf der Straße zu suchen haben. Wir müssen endlich erkennen, dass diese Art von Gruppenattacken keine individuellen Ausrutscher sind, sondern gezielte Aktionen", so die 74-jährige gegenüber der "Bild am Sonntag".


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Redaktion
krone.at

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