Dienstag, 24. Januar 2017

Wiener Toleranz- und Willkommens-Desaster: Hassprediger wurde vier Jahre vom Stadtschulrat bezahlt und erhielt danach 2.700 Euro netto plus Gemeindewohnung. Und da soll man keine Wut-Postings verfassen...


Foto: "Krone", Social Media, wikipedia.com
Der Hassprediger des Terror-Teenagers
Stadt zahlte Gehalt
Krone am Morgen - 23.01.2017, 09:33
20 Jahre Haft sitzt Mirsad O. (35) alias Ebu Tejma derzeit im Gefängnis ab. Der Hassprediger wurde vor einem halben Jahr wegen "Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation sowie wegen Mordes als Bestimmungstäter" verurteilt. Jetzt gab der eben festgenommene Wiener IS-Teenager (17) im Polizeiverhör zu: Ebu Tejma sei sein "Idol". Die gefährliche Saat ging also auf.

Nicht nur dem in Wien-Favoriten verhafteten albanischstämmigen IS-Terroristen gefallen die Botschaften der Hassprediger wie Ebu Tejma, wissen die Experten im Innenministerium: "Kürzlich haben unsere deutschen Kollegen sogar einen zwölfjährigen Buben erwischt, der radikalisiert war und auf einem Weihnachtsmarkt eine Eigenbau-Bombe zünden wollte."


Der 17-jährige Terrorverdächtige (rechts)
Foto: "Krone"
"Österreicherin sollte wie Chipstüte aufgerissen werden"

Die Reden Tejmas sowie hochaggressive Songs über den Dschihad finden die Teenager im Web. Und die Hassprediger bleiben nicht wirklich zweideutig - so riet etwa Ebu Tejma laut Staatsanwaltschaft Graz einem Glaubensbruder in seinem Auto, dass "die blonde Maus, die Österreicherin", "aufgerissen" werden sollte "wie eine Chipstüte".


Foto: Andi Schiel

Im Prozess wurde im Juli des Vorjahres auch bewiesen, dass der seit 2008 in Wien lebende gelernte Stahlbauschlosser Ebu Tejma in Österreich lebende Jugendliche für den bewaffneten Kampf des IS und der ebenso berüchtigten Al-Nusra-Front in Syrien und im Irak angeworben hat.


Der junge Terrorverdächtige wurde in Wien festgenommen.
Foto: "Krone"
Als Religionslehrer in Privatschule von Stadt Wien bezahlt

Hasspredigten und die Anwerbung von jungen Terrorkriegern war offenbar die Nebenerwerbstätigkeit des radikalen Salafisten, der in einer Privatschule in Wien-Brigittenau als Religionslehrer arbeiten durfte - und damit von der Stadt Wien bezahlt wurde. Von 2008 bis 2012 stand der Terrorprediger also im Sold des Stadtschulrats, wie NZZ.at im März 2016 aufgedeckt hatte. Die Stadt Wien konnte nichts gegen diese Anstellung tun: Die Religionsgemeinschaft bestimmt, wer unterrichten darf ...


Foto: Andi Schiel
Tejmas Familie lebt von Mindestsicherung
Übrigens: Die mittlerweile siebenköpfige Familie von Mirsad O. alias Ebu Tejma lebt laut dem Grazer Staatsanwalt von der Mindestsicherung und dem Kindergeld des Wiener Steuerzahlers. Dieser Bezug ist einfach zu kalkulieren: etwa 2700 Euro netto pro Monat.

Chefredakteur krone.at
Richard Schmit

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