Freitag, 15. Juli 2016

Österreich: Bankomat-Gebühren in aller Munde

Die Banken sollen zahlen

Großer Wirbel um die Bankomat-Gebühren eines amerikanischen Anbieters. Heimische Banken wollen mitziehen. Was steckt letztlich dahinter?

Das finanz-marode Österreich sucht neue Wege, um die Bürger noch mehr auszusackeln. Die Steuern weiter erhöhen, geht nicht mehr, da ist man schon EU-weit im Spitzenfeld. Bei den Gebühren (von der Kopie bei Gericht bis zum Wasser in den Betriebskosten) geht auch nicht mehr viel. Also was tun? Die Banken sollen zahlen, nicht wieder der Steuerzahler, heißt es. Die bösen Banken eignen sich bestens als Feindbild, die haben ja ohnehin ein schlechtes Image. Und so bringt die Bankenabgabe dem Saat seit Jahren Milliarden. Verschwiegen wird, dass die Banken sich das Geld natürlich von den Kunden holen. Von woher soll es sonst kommen? Die Kontogebühren steigen, die Habenzinsen (Sparbüchl) sinken auf Null, die Bankomatgebühr wird thematisiert, die Reaktion der Bürger abgetestet. Jetzt soll die jährliche Bankenabgabe reduziert werden, dafür aber eine Einmalzahlung in Milliardenhöhe eingehoben werden. Für den Bildungsbereich. Das klingt gut, und es zahlen eh die Banken. Nein, es zahlen wir, die Bankkunden, letztlich immer wieder wir Bürger...


Zum Thema ein Mail an die Kronen-Zeitung (Kommentar "Stinksauer und das zu Recht")

Sehr geehrter Herr Gnam,

Sie tun ja gerade so, als gäbe es keine spesenfreien Konten. Einige Anbieter inserieren sogar in der Krone. Eine Tabelle mit einem Spesenvergleich wäre hilfreich und würde die schwarzen Schafe zwingen, ihre Strategie zu überdenken. Kommunikation (Vergleichsmöglichkeiten wie beim Strom...) mögen die ja gar nicht. Aber was anderes: Eröffnen Sie doch einfach ein Konto bei der Deutschen Kreditbank und beheben Sie spesenfrei Geld auf der ganzen Welt. Ich mache das seit Jahren völlig problemlos: https://www.dkb.de/ 

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