Mittwoch, 28. Februar 2018

Hier unterschreibt er medienwirksam gegen die Raucher. Würde er auch gegen Trinker unterschreiben? Jetzt geht's ja auch gegen Diesel-Abgase und nicht gegen Diesel-Fahrer. So gesehen müsste es gegen Nikotin und Alkohol gehen und nicht gegen Raucher und Trinker --- Frauenvolksbegehren: Es kann keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit geben, weil es keine genormte Arbeitsleistung und keinen genormten Mitarbeiter gibt...


"Don't smoke"-Volksbegehren© APA/HERBERT NEUBAUER
Hier unterschreibt Häupl für RauchverbotDer Wiener Bürgermeister kann den Schritt der Bundesregierung 'gar nicht verstehen'.
Bis Mittwochfrüh hat das "Don't smoke"-Volksbegehren 418.265 Unterstützungserklärungen gesammelt - kurz nach 10.00 Uhr waren es um mindestens eine mehr: Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) unterzeichnete nämlich am Ottakringer Bezirksamt sowohl für einen kompletten Rauch-Stopp in der Gastronomie, als für auch das Frauenvolksbegehren.

In fast ganz Europa käme man ohne Rauchen in der Gastronomie aus, sogar in Italien. "Und dass es schädlich ist, weiß jeder, auch ich, der 28 Jahre geraucht hat", sagte Häupl. Er könne den Schritt der Bundesregierung "gar nicht verstehen". Dass Schwarz-Blau das eigentlich für 1. Mai geplante absolute Rauchverbot in der Gastronomie zu Fall bringen wird, während gerade das Volksbegehren läuft, sei eine "besondere Provokation".

"Verhöhnung erster Güte"
Es werde wahrscheinlich das bisher erfolgreichste Volksbegehren - und das Vorgehen der Bundesregierung sei eine "Verhöhnung erster Güte", kritisierte der Bürgermeister. Nachdem sein Freund, der ehemalige NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), ebenfalls unterschrieben hat, müsse sich die ÖVP etwas überlegen.

Auch das Frauenvolksbegehren, das bereits 100.000 Unterstützungserklärungen gesammelt hat, wurde von Häupl unterzeichnet, da dieses viele Forderungen enthalte, die längst erfüllt gehörten. Etwa jene des gleichen Lohns für gleiche Arbeit. "Das steht schon lange in unserem Programm."

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