Montag, 6. Oktober 2008

Grüne schützen Mehrheit gegen ihren Willen

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es eine klare Mehrheit für mehr Videoüberwachung. Die Grünen führen das auf ein Informationsmanko zurück. Die Argumentation lässt dabei zu wünschen übrig. Pressetext: "Die Forderung nach einer stärkeren Videoüberwachung erklärt sich vor allem dadurch, dass sich heute viele Menschen zunehmend verunsichert fühlen", betont Marie Ringler, Landtagsabgeordnete der Wiener Grünen, im Gespräch mit pressetext. Um die europäische Öffentlichkeit stärker mit dem zunehmenden Problem der Überwachung zu konfrontieren, hat die Grünen-Politikerin gemeinsam mit Sicherheitssprecher Peter Pilz bereits im August dieses Jahres die Aktionsplattform Überwachungsstaat http://www.ueberwachungsstaat.at/ ins Leben gerufen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080813026). Nur allzu oft werde im Rahmen der Diskussion allerdings übersehen, dass eine Videokamera allein noch keine Straftat verhindern kann. "Man hofft hier auf Hilfe durch eine einfache Lösung. Verschiedene Statistiken zeigen aber eindeutig, dass sich auch mit Überwachungskameras keine Verbrechen verhindern lassen, sondern dass diese sich nur verlagern", erklärt Ringler. Die zum Ausbau der Überwachungssysteme notwenigen Geldmittel könnten nach Auffassung der Grünen-Politikerin viel sinnvoller investiert werden. "Wir hören viel zu oft von Leuten über unangenehme Situationen im öffentlichen Raum. Was wir brauchen sind aber keine Kameras, sondern Menschen, die in solchen Situationen direkt Hilfe leisten können", merkt Ringler an. "Inoffiziellen Daten zufolge sind derzeit 250.000 Überwachungskameras in ganz Österreich im Einsatz", schildert Ringler. Es sei aber davon auszugehen, dass die Überwachungstätigkeit in den nächsten Jahren eher zu- als abnehmen wird. "Es ist unsere Aufgabe, der Politik klarzumachen, dass die persönliche Freiheit des Einzelnen ein hohes Gut ist", erläutert Ringler. "Wir werden mit der Aktionsplattform gegen diese Entwicklung ankämpfen und auch weiterhin versuchen, ein entsprechendes Bewusstsein für diese Problematik in den Mitgliedsstaaten zu schaffen", so Ringler abschließend. (Quelle: pressetext.austria)

Sonntag, 5. Oktober 2008

Koalitionsbildung: Blau und Orange haben Probleme

Blau und Orange haben Probleme mit der Farbbeimengung Braun. Ähnliches ist in geringerem Ausmaß auch für Schwarz und Rot dokumentiert. Wenn FPÖ und BZÖ weiter auf der Erfolgswelle schwimmen wollen, sollten sie peinlichst genau darauf achten, dass sie keinen Anlass liefern, an ihrer Läuterung zu zweifeln...

Bundespräsident auch Ausgrenzer?

Die Frage, ob er auch eine ÖVP-FPÖ-BZÖ-Regierung angeloben würde, beantwortete Fischer nicht. Warum nicht? Ich dachte immer, dass der BP jede demokratisch legitimierte Mehrheit angeloben muss. Die Ausgrenzerei darf doch nicht bis zum Staatsoberhaupt rauf gehen! Oder ist der BP immer noch zu sehr Genosse, auch wenn seine Parteimitgliedschaft ruht?

Aktuell: Der Bundespräsident sollte Gusenbauer und Molterer auffordern, bis zum Ende ihrer Amtszeit zu arbeiten und nicht nur Spesen zu produzieren. Die beiden gehen bei vollen Bezügen spazieren...

Freitag, 3. Oktober 2008

Bindestrich: Grafiker geben Schreibweise vor...

...und alle anderen machen es nach. In der städtischen Jubelpostille wien.at wird jetzt auf die "Wiener Herbst Senioren Messe" und den "Generationen Aktiv Park" in Kagran hingewiesen: Gerade Senioren fragen sich mit Recht, wo da der gute alte Bindestriche geblieben ist. Faktum ist: Es handelt sich um einen weit verbreiteten Missstand, der vor allem darauf zurückzuführen ist, dass bei Schriftzügen die Grafiker das Sagen haben. Und die haben keine Freude mit Bindestrichen - also lassen sie die lästigen Dinger einfach weg.

Die Vermeidung von Bindestrichen mag wohl bei einem Logo (Wort-/Bildmarke) gerade noch zulässig sein, nicht aber in einem (Fließ)text. Während bei Logos die Zusammengehörigkeit von Teilbegriffen mit grafischen Mitteln auf den ersten Blick erkennbar ist, muss das im redaktionellen Bereich der Bindestrich leisten.

Werber sind eben Bindestrich-Muffel ("Wohn Bau sparen", "Berger Mehr Zweck Hallen", „Mega Schenk und Spar Wochen“...). Sie halten sich nicht wie alle renommierten Verlagshäuser an maßgebliche Regelwerke wie Duden oder Österreichisches Wörterbuch, sie ignorieren die Germanistischen Institute der Unis und erfinden einfach ihre eigene Werbesprache. Sollen wirklich Werbetexter, Grafiker und Schildermaler vorgeben, wie g’standene Redakteure und ausgebildete Setzer zu schreiben haben?