Soll die ÖVP einen Vollholz-Roten empfehlen?
Häupl versteht nach der ORF-Diskussion Im Zentrum die Welt nicht mehr: "Wenn man sich entscheiden muss zwischen jemand, der ein so ungeklärtes Verhältnis zu den dunklen Kapiteln der österreichischen Geschichte hat und auf der anderen Seite, wie auch immer man zu Heinz Fischer stehen mag, aber ein untadeliger Demokrat immer gewesen ist. Da kann ich doch keine Äquidistanz haben oder zum Weißwählen auffordern. Also ich versteh' die ÖVP nicht."
Die Sache ist doch ganz einfach: Die ÖVP hat sich einen eigenen (chancenlosen) Kandidaten im wahrsten Sinne des Wortes erspart. Natürlich wäre es den Sozis lieber gewesen, wenn die Schwarzen den roten Fischer empfohlen hätten. Aber wäre das nicht ein bisschen zu viel verlangt?
Es ist doch vernünftig und verständlich, dass zumindest der reinschwarze Khol - im Gegensatz zu anderen wie dem rötlich schwarzen WK-Leitl keine Empfehlung für einen Kandidaten abgibt, der nicht nur ein Furnier-, sondern Vollholz-Roter ist. Und Weiß wählen ist auch o.k., weil es zum Ausdruck bringt, ich bin politisch interessiert zur Wahl gegangen, habe aber keinen Kandidaten, der mir zusagt, und ich will nicht einfach das geringste Übel wählen. Also wähle ich weiß.
Nur gar nicht hingehen ist eines Demokraten unwürdig.
Montag, 12. April 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen