Montag, 21. Januar 2013
Krone in der Krise: Medialer Katzenjammer nach Volksbefragung
Die Krone der österreichischen Printlandschaft hat also - im Gleichschritt mit dem Extrem-Boulevardblatt und roten Sprachrohr Österreich - eine historische Niederlage hinnehmen müssen. Es ist den betreffenden Herausgebern/Chefredakteuren gelungen, ihr Leserschaft zu spalten. Viele 100.000 Krone- und Österreich-Leser ärgern sich seit Wochen über die maßlose (redaktionelle!) Kampagne gegen die Wehrpflicht. Natürlich haben die für die Blattlinie Verantwortlichen mehr und mehr gemerkt, dass ihnen die Leser nicht, wie erhofft, folgen. Was haben sie getan? Für einen Schwenk war es zu spät. Also mussten sie ihren Irrweg wohl oder übel noch vehementer verteidigen, in der Hoffnung, dass es so doch gelingen könnte, die Stimmungslage umzudrehen. Wo blieb das G'spür der Krone fürs Volk? Österreich musste ohnehin den Anweisungen der wahren Blattlenker links oben folgen. Jetzt brennt der Hut: Wie die Leser versöhnen? Österreichs Wolfgang Fellner als überzeugter bis eitler Kopfmensch (gegen die Wehrpflicht) kommentiert am Tag danach gnädig: "Das Herz hat gestern über den Kopf gesiegt." Frage: Kann ein reiner Kopfmensch eine Massen-Zeitung führen? Die Krone titelt einfallslos bis trotzig: "Jetzt müssen Reformen her!" Ist denen außer diesem No-na-Aufmacher nichts anderes eingefallen?
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