Montag, 18. März 2013

Wiener Polizei gegen Kriminalität chancenlos

Kriminal-Statistik für 2012 legt Unvermögen der Justiz offen
 
Fast 60.000 "normale" Diebstähle (Aufklärungsquote 13 %) und fast 40.000 Diebstähle mit Einbruch und Waffengebrauch (Aufklärungsquote unter 6%), allein in Wien! Dazu kommen zigtausend andere Delikte. Wie soll die Justiz mit dem rapide steigenden Arbeitsanfall fertig werden? Es ist bekannt, dass die Staatsanwaltschaften seit Jahren weder qualitativ noch quantitativ in der Lage sind, mit der nötigen Ruhe (und Gründlichkeit) für Recht und Ordnung zu sorgen. Es ist bekannt, dass die Richter am Limit arbeiten und die Rechtsprechung darunter leidet. Hat sich schon jemand gefragt, wie schwierig ein Verfahren ist, wenn nur über einen oder mehrere Dolmetscher kommuniziert werden kann? Denken wir Bürger daran, dass die Polizei wegen des akuten Personalmangels vielfach keine Chance hat, wirklich effizient zu arbeiten? Können die Archive der Spurensicherung die Unmengen an Tathinweisen noch fassen? Die Gefängnisse sind überfüllt, Aufseher werden zunehmend bedroht und verletzt... Jeder Betrieb müsste bei einer derart gestiegenen "Nachfrage" den Personalstand umgehend erhöhen, ein neues Büro, ein größeres Lager, eine neue Produktionshalle bauen oder beziehen. Und was passiert im staatlichen Bereich? So gut wie nichts. Der "Rechtsstaat" hat abgedankt, er kennt keine entsprechende Flexibilität und wird so zwangsläufig zum Unrechtsstaat.

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