Montag, 7. März 2016

Flüchtlinge in Traiskirchen: Spenden nicht erwünscht...


Traiskirchen-Leiter Franz Schabhüttel in der Kronen-Zeitung v. 6. März 2016

  Foto: Klemens Groh

"Jetzt sieht die Welt anders aus"
Heute sind die 1373 Asylwerber (80 Prozent Männer) kaum spürbar. Die meisten streunen herum. Der Alltag im Lager hat sich jedenfalls geändert. "Ein Dach über dem Kopf war im Sommer das Wichtigste", sagt Schabhüttl. Die Prioritäten haben sich massiv geändert. "Jetzt sieht die Welt anders aus. Oberste Priorität ist wieder die Betreuung." In der Quartiermeisterei werden Neuankömmlinge geordnet und ruhig mit Hygieneartikeln und nagelneuer Kleidung ausgestattet.

Von Spenden hält Schabhüttl seit der Höchstbelegung mit 4300 Menschen nicht viel: "Die Sachen wurden angesehen und weggeworfen. Auch das Gute ist manchmal zu viel. Wir haben hier herinnen alles, was die Menschen brauchen." Auch einen Fitnessraum, der zum Notquartier für 90 Menschen umfunktioniert wurde - und vorerst so bleibt. Denn, so Schabhüttl: "2016 schaut nicht rosig aus."

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